DirectX 11: Ausblick

MicrosoftAktuelle Grafikkarten von Nvidia und Intel unterstützen DirectX 10 und aktuelle Grafikkarten von ATI und S3 Grahpics DirectX 10.1. Doch in der Unified-Shader-Architektur steckt sehr viel mehr Potential. Die Stichworte heißen hier bei Nvidia zum Beispiel „CUDA“ und „PhysiX“. Aber auch ATIs Grafikchips werden unter dem Namen "Firestream" fürs Rechnen abseits der Grafik verwendet, zudem steckt in aktuellen ATI-Chips ein Tessalator. Dies alles will Microsoft mit DirectX 11 aufgreifen und noch mehr. Auf der "Nvision 08" verriet Microsoft-Entwickler Kevin Gee, wie man das volle Potential der Unified-Shader-Architektur ausschöpfen will.

Zunächst mal will man eine „vollständig herstellerunabhängige“ Lösung für GPU-Computing-Tasks bringen. So soll in Zukunft mit dem neuen „Compute Shader“ das möglich sein, was aktuell zum Beispiel mit „CUDA“ möglich ist, so dass man Physik, künstliche Intelligenz, Kompressionen und andere Aufgaben auch auf der GPU ausführen kann, allerdings unabhängig davon, ob der Chip von ATI, Nvidia, Intel oder einem anderen Hersteller ist, sofern der Chip DirectX 11 unterstützt. Kevin Gee ging auch auf die Programmierung an sich ein und erklärte, dass man viele kleinere Shader im Gegensatz zu einem „Über-Shader“ präferiere, so dass man die Programmierung ähnlich von C++ auch in Klassen und Objekte organisieren möchte.

Die aus der Xbox 360 und auch von ATI-HD-Grafikchips bekannte Tessalation kommt nun endlich auch mit DirectX 11, allerdings wird sich der Tessalator etwas von dem Aktuellen in den ATI-Chips unterscheiden. Mithilfe des Tessalators wird es möglich sein, detailliertere Oberflächen mit weniger Performanceeinbußen herzustellen. Das Ganze soll auch gut mit unterschiedlich starken Chips sich skalieren lassen. Auf gute Skalierbarkeit will Microsoft bei der neuen Schnittstelle an allen Stellen achten.

Weitere DirectX 11-Features

In einer Folie präsentierte man zudem noch andere kleinere Features/Änderungen, die DirectX 11 mit sich bringt, auf die aber nicht im Detail eingegangen wurde. (siehe Bild)

D3D11 unter D3D10 Hardware

DirectX 11 soll zur DirectX 10-Hardware abwärtskompatibel sein und auch mit Windows Vista funktionieren, wenn auch die Final-Version erst mit dem kommenden Windows kommen soll. Die erste Beta-Version soll bereits im November 2008 erscheinen.
Microsoft empfiehlt die Treiber der DirctX 10-Hardware anzupassen, damit einige DirectX 11-Features unterstützt werden. Für vollständige Unterstützung aller Features wird wie immer eine neue Hardware nötig sein.


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