AMD 790GX-Chipsatz offiziell

AMD AMD hat heute den Nachfolger des IGP-Chipsatzes 780G, 790GX, offiziell vorgestellt - bereits gestern konnte man erste Platinen in Online-Shops und in einigen Vorab-Tests begutachten. Des 790GX größte Neuerung ist neben der SB750, die schon auf umgerüsteten 790FX-Platinen letzte Woche eines näheren Blickes gewürdigt wurde, die neue, integrierte Grafikeinheit.

AMD 790GX-Chipsatz: Plattformüberblick

Diese hört auf den Namen HD 3300 und basiert zwar weiterhin auf dem RV610 (40 SPs, 4 TMUs, 65 nm), allerdings taktet sie mit 700 statt 500 MHz deutlich höher. In gewisserweise neu, oder zumindest beim 780G-Launch etwas untergekommen, ist die Bestückung eines dedizierten DDR2- oder GDDR3-Speichers (Sideport-Memory), wodurch sich der Grafikchip kein Byte mehr vom Hauptspeicher abstibitzen muss. Dies hat den Vorteil, dass letzterer wieder für andere, ressourcenhungrige Anwendungen verwendet werden kann und der Grafikchip selber schneller rendern kann.
Nach AMDs Angaben soll der integrierte Grafikchip der 790GX, der im übrigen optional mit 64 oder 128 Bit breitem Speicherbus ausgeliefert wird, leistungsmäßig bis an die HD 3450, einer Desktop-Karte im Low-Cost-Sektor, heranreichen, wie auch bereits erste, seriöse Tests bestätigt haben. Gegenüber dem 780G steht eine bis zu 33 Prozent höhere Grafikleistung.

. AMD 780V AMD 780G AMD 790GX
Codename RS780C RS780 RS780D
Sockel AM2+ AM2+ AM2+
Verfahren 55nm 55nm 55nm
Southbridge SB700 SB700 SB750
IGP Radeon 3100 Radeon HD 3200 Radeon HD 3300
UVD - x x
HDMI x x x
Crossfire - - 8x/8x
PCI-Express 2.0 2.0 2.0
Speicher RAM dediziert dediziert


Auf der anderen Seite steht die SB750 (12 USB-, sechs SATA2-Anschlüsse mit Raid 0, 1, 5, und 10, ein PATA-Anschluss, ein PCI-Bus) als große Neuerung. Diese "Wunder"-Southbridge kann den AMD-Prozessoren dank des so genannten Advanced Clock Calibration (ACC) deutlich mehr Takt entlocken. Insbesondere die Phenom-Prozessoren sollen von der neuen Southbridge erheblich profitiert haben und nunmehr mühelos die 3,0 GHz-Schwelle meistern können.
Neben neuen Stromsparmechanismen und allgemein gesenkten Spannungen ist ebenfalls die Unterstützung von Hybrid Crossfire, das Pendant zu Nvidias Hybrid SLI, genauer gesagt Geforce Boost, welches es ebenfalls als Ziel hat, eine zweite, diskrete Grafikkarte (HD 2400 und 3400 möglich) hinzuzuschalten, die der Integrierten helfend unter die Arme greift, erwähnenswert. Dank zwei verbauter PCI-Express-2.0-Steckplätzen ist ebenso Crossfire bzw. Crossfire X möglich.

AMD 790GX-Chipsatz: Architektur

Obwohl Boardpartner wie Asus, Foxconn, Gigabyte und MSI entsprechende Platinen bereits offiziell vorgestellt haben, ist in den hiesigen Online-Shops einzig und allein das Gigabyte GA-MA790GP-DS4H vertreten. Dieses macht mit einem gelisteten Preis von 110,48 Euro bereits deutlich, wie viel man ungefähr beim Kauf einplanen muss.
Die 790GX ist nicht nur auf den ersten Blick ein würdiger Nachfolger des 780G, der aufgrund mangelnder Konkurrenz und eines attraktiven Preises schnell am Markt Fuß fassen sollte.


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