FutureMark kickt GPU-PhysX aus 3DMark Vantage

FutureMark Vor ziemlich genau einem Monat stellte Nvidia den so genannten Geforce 177.39-Treiber online und verwies auf ein neues Feature, GPU PhysX, das mit auserwählten Karten, vier an der Zahl, inklusive eines PhysX-Treibers von Ageia funktionieren sollte. Die Begeisterung war groß, schließlich bekommen Käufer einer Grafikkarte im Nachhinein nur selten zusätzliche Performance für Lau geschenkt. Verdanken konnten sie es der Nvidia-Ageia-Übernahme im Februar dieses Jahres.

Fortan renderten die Geforce-Karten alle Szenarien schneller, wo bisher Ageias PhysX-Karte auftrumpfen konnte. Der Durchbruch dieser Karte war jedoch mehr oder minder bescheiden und so ist die Anzahl der Titel, die unterstützt werden, überschaubar. Die prominentesten Beispiele sind an dieser Stelle aber sicherlich die UT3-Maps sowie der zweite CPU-Test in FutureMarks 3DMark Vantage.
Konnten sich Nvidia-Käufer über die gestiegene Performance in UT3-Maps freuen, fiel ihnen bei der höheren 3DMark-Score doch ein Grinsen ins Gesicht. Schließlich reihte man sich nur dank eines neuen Treibers plötzlich deutlich höher ein als zuvor eine ATI-Karte. Dies lässt sich damit erklären, dass das Endergebnis des Benchmarks sowohl die Gametests als auch die CPU-Tests zusammenfasst. Da die zweite CPU-Szene Gebrauch von PhysX macht, Nvidia dies mit dem neuen Treiber unterstützt, fielen die Ergebnisse stark zugunsten der Kalifornier aus.

Während die Nvidia-Anhänger also nur ein verschmitztes Grinsen auf den Lippen hatten, begannen die ATI-Jünger zu protestieren. Fairer Wettbewerb sei dies nicht mehr. FutureMark reagierte jedoch nicht, blieb still; dies überraschte insofern, als dass man sich bereits in der Vergangenheit großer Kritik über die Wettbewerbungstauglichkeit seiner Benchmark-Suite ausgesetzt sah.
Doch nun heißt es in einem Post im Xtremesystems-Forum, dass FutureMark reagieren wird und GPU-PhysX aussperren wird. Selbst Nvidia forderte dies zuletzt - wollte einen fairen Konkurrenzkampf.
Es heißt im Post, dass zwischen einem User sowie Tero Sarkkinen, seines Zeichens CEO FutureMarks, über E-Mail-Verkehr festgehalten wurde, dass man an einem so genannten Filtersystem arbeite. Dies solle das Endergebnis aussperren, wenn man einen nicht WHQL-zertifizierten Geforce-Treiber oder Ageias PhysX-Softwarepaket installiert habe.

Die Begründung für diesen Schritt ist denkbar einfach: Sarkkinen soll zu verstehen gegeben haben, dass CPU-Tests nicht durch den Einfluss der GPU durchgeführt werden sollen und verwies auf die Gametests, wo sich die GPU austollen lassen könne. Dass mit einer separaten PhysX-Karte die CPU-Score aber auch höher ausfällt, will man beibehalten, weil dies etwas "anderes" sei.
Am Ende der Mail entschuldigte sich Sarkkinen darüber hinaus über die sehr späte Reaktion: Urlaubszeit. Wo aber nun allmählich die hellen Nächte im kühlen Finnland schrumpfen, scheint die Crew wieder einsatzbereit und wird in den nächsten Tagen oder Wochen ein entsprechendes Filter-System online stellen.


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2 Kommentare

2.) KonKorT 22.07.2008 - 13:56 Uhr
Andererseits kann man fragen: Was hat ein Physik-Beschleuniger in einem vermeintlich reinen CPU-Test zu tun? Da hätte man lieber noch einen Physik-Test einbauen können - sowas dürfte auch in irgendeiner Art und Weise irgendwnann folgen.
1.) touly 22.07.2008 - 13:18 Uhr
warum eine physx-karte nich ausgesperrt wird is doch klar denn dieses verlangsamt ja in einem realen spiel nich die grafikkarte. wenn grafikkarte grafik und physik berechnet kann die leistung für grafik ja nicht mehr so hoch ausfallen als wenn sie nur grafik berechnen würde