Intel X58-Platinen teures Unterfangen?

IntelNoch in diesem Jahr wird Intel seine heißerwartete Nehalem-Architektur in den Handel bringen. Dachte man vormals, dass dies ein sehr teures Unterfangen würde, da man zunächst nur das Topmodell "Bloomfield" einführt, weiß man inzwischen, dass dieser bereits zu attraktiven Preisen von rund 300 US-Dollar startet. Als letztenendes doch noch teures Unterfangen könnte sich dagegen der einzig passende Chipsatz, X58, erweisen.

Wie es in einer Meldung von "Fudzilla" heißt, sind die Produktionskosten des X58 sehr hoch. Dies ist neben dem allein 20 US-Dollar in der Herstellung kostenden Nforce 200 SLI-Chip allen voran auf die insgesamt sechs Speicherbänke zurückzuführen, die mehr oder minder nötig sind, um Triple-Channel attraktiv zu machen. Zwar würden auch drei Speicherbänke genügen, dann wäre aber eben auch der maximale Speicherausbau im Vorfeld stark eingeschränkt und schließlich handelt es sich ja um die Intel Enthusiasten-Plattform, bei der man eigentlich keine Abstriche bei der Ausstattung machen möchte.

Hiesige Desktop-Mainboards setzen auf ein Vier-Lagen-Layout, bei den X58-Platinen muss aufgrund der sechs Speicherbänke mit einem Sechs- oder sogar Acht-Lagen-Layout gerechnet werden. Selbst Workstation-Mainboards verwenden maximal sechs Lagen.
Die Verwendung von mehr Lagen stellt die Stabilität des Boards sicher bzw. reduziert die Störanfälligkeit, die mit mehreren Speicherbänken steigt. Laut einer Faustregel steigen jedoch pro weiterer Lage die Produktionskosten einer Platine um satte 50 Prozent. Folglich wären die Produktionskosten bei einem Sechs- statt Vier-Lagen-Layout bereits 125 Prozent höher und damit mehr als das Doppelte.

Die ersten ausgestellten Nehalem-Boards besaßen noch vier Speicherbänke. So ließ sich einerseits Triple-Channel mit der Nutzung von drei Speicherbänken realisieren und andererseits Dual-Channel mit der Nutzung von zwei oder sogar vier Speicherbänken.
Offenbar sind die sechs Speicherbänke aber bereits in den finalen Layouts der X58-Platinen fest vorgesehen. Entsprechend hoch wird der spätere Verkaufspreis sein. Für Nicht-Enthusiasten bleibt zu hoffen, dass der ein oder andere Boardpartner nur drei oder vier Speicherbänke einsetzt und somit die Kosten erheblich senkt.


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