Nvidia darf Intel Nehalem-Boards verkaufen

IntelAus dem asiatischen Raum ist zu hören, dass Intel und Nvidia beim Thema Nehalem doch noch eine Einigung finden konnten. Aufgrund der offen in der Öffentlichkeit ausgetragenen Rivalitäten hieß es bis zuletzt, Intel verweigere Nvidia für die kommende Prozessorgeneration, Nehalem, die Fertigung von eigenen Nforce-Platinen. Nun lenkt Intel aber ein, fordert aber im Gegenzug Nvidia dazu auf, SLI auf den High-End-Chipsatz X58, der die ersten Nehalem "Bloomfield"-Prozessoren unterstützen wird, zu portieren.

Wie bereits aus der Enthusiasten-Plattform "Skulltrail" bekannt, wird Nvidia für Intel einen eigenen Chip namens N200 anfertigen. Dieser soll gerüchteweise rund 30 US-Dollar kosten und damit bereits den Herstellungspreis mancher kompletter Platinen übersteigen. Deswegen wird Intel ihn aus eigenen Stücken auch nur beim High-End-Chipsatz X58 verbauen.

Im Gegenzug darf Nvidia, wie eingangs erwähnt, wieder Nforce-Platinen für die neue Intel-Plattform fertigen. Für Sockel 1366-Platinen ist es aber aufgrund der schleppenden Einigung zu spät. Dies lässt sich damit erklären, dass der Sockel 1366 ein völlig neuer Intel-Sockel ist, der der erste ist, welcher Gebrauch von der seriellen Schnittstelle QPI macht. Bekanntlich dankt nämlich bei Nehalem der FSB ab und wird durch QPI ersetzt.

Nvidia wird also erst für die Sockel 1160-Plattform erste Platinen bereitstellen können. Bei den Prozessoren für diesen Sockel ist nicht nur der Speichercontroller bereits an Bord, sondern auch ein Interface für die Grafikschnittstelle PCI-Express. So legt man den Grundstein für spätere Lösungen mit integrieter Grafik.

Während der Sockel 1366 inklusive "Bloomfield"-CPUs noch Ende dieses Jahres kommt, wird der Sockel 1160 samt kompatibler Prozessoren erst für das dritte Quartal 2009 erwartet.


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