Nvidia-Chips bald alle in 55 nm?

NvidiaNvidia ist nach jüngsten Berichten offenbar bestrebt, das komplette Produktportfolio noch in diesem Jahr von 65 auf 55 nm umzustellen und so Produktionskosten einzusparen. Beim Wechsel von 65 auf 55 nm handelt es sich um einen rein optischen Shrink; er ist also ohne große Risiken und Aufwand zu stemmen.
Rein rechnerisch können durch das neue Fertigungsverfahren 28,5 Prozent Kosten eingespart werden. In der Praxis dürfte man jedoch „nur“ bei rund 20 Prozent liegen, da ein perfekter Shrink nie gelingt.

Den Anfang hat Nvidia bereits mit dem G92b gemacht. Dieser wird zurzeit zwar nur auf der 9800 GTX+ verbaut, soll aber schon bald in die 9800 GT implementiert werden. Ob Nvidia auch eine neu aufgelegte 9800 GTX bringt, bleibt abzuwarten. Da der Chip jedoch bereits einsatzfähig ist, wäre dies lediglich eine Frage der Taktfrequenz.
Ebenfalls bereits angekündigt ist der GT200b, der den Monster-Chip GT200 rentabel machen soll. Weitere Namen sind G98b, G96b und G94b. Der G96b soll, wie wir zuletzt berichteten, unter anderem auf der 9500 GT verwendet werden. Der G94b könnte die Geforce 9600-Reihe zu neuem Leben erwecken und der G98b könnte eine so genannte Geforce 9400-Reihe entstehen lassen.
Abzuwarten bleibt, ob alle Chips bloß in einem anderen Verfahren gefertigt werden oder ob auch mancherorts leichte Taktsteigerungen einhergehen.

AMD ist in puncto 55 nm der Konkurrenz schon einen guten Schritt voraus. Die Low-Cost- (HD 3400), Mainstream- (HD 3600), Performance- (HD 3800) und High-End-Schiene (HD 4800) ist bereits komplett auf 55 nm umgestellt.
Man liefert bereits seit Ende letzten Jahres 55 nm-Chips aus und ist damit Nvidia gut ein halbes Jahr voraus. Beim nächstanstehenden Wechsel zu 40 nm, der Ende dieses Jahres vorbereitet werden soll und zum Anfang des kommenden Jahres zu ersten Produkten führen soll, erwartet man aber wieder einen Gleichstand. Teilweise heißt es sogar, dass diesmal Nvidia leicht im Vorteil wäre – das wäre das erste Mal seit dem 130 nm-Prozess 2002.


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