Nvidia-VIA-Allianz nur eine Farce?

NvidiaZwischen Nvidia und VIA knisterte es bereits länger. Anfang des Jahres einigten sich dann beide: Wir bilden eine Allianz und bringen gemeinsame Plattformen, hieß es tatenvoll.
Aufgrund des Zusammenrückens beider Unternehmen blieb Nvidia auch nicht die Frage erspart, ob man das Unternehmen nicht direkt komplett einkaufen wolle, schließlich besitzt VIA die begehrte x86-Lizenz zum Herstellen von Prozessoren. Nvidia sprach sich jedoch deutlich dagegen aus und betonte, dass es nur ein Bündnis sei und auch keine Bestrebungen unternommen würden, dieses zu einer Übernahme umzumünzen. Soweit so gut.

Heute meldet nun der Branchendienst „DigiTimes“, dass die Übernahme eine reine Farce wäre; Nvidia VIA nur als Druckmittel gegen Intel unter seine Fittiche genommen hätte. Es wird berichtet, dass die Übernahme so schnell beendet sei, wie sie geschlossen wurde.
In der Presse stellte sich Nvidia hin und sagte, dass man gemeinsam gegen Intel arbeite, nämlich primär an einem Konkurrenten des Atoms. Dabei sollte VIA die Prozessoren stellen und Nvidia Chipsätze inklusive Grafik.

Jetzt heißt es, dass Nvidia damit nur Intel Angst einflössen wollte und will. Selbst habe man nämlich einzig und allein daran Interesse, vom Aufwind des Atoms zu profitieren. Man will erzwingen, bei der Intel Atom-Plattform den Chipsatz zu fertigen und somit ebenfalls von den erwartungsvoll hohen Gewinnmargen profitieren.
In der Tat stellt man mit dem MCP73 einen Chipsatz bereit, der genau den Intel-Ansprüchen gerecht wird: Single-Channel Speichercontroller, verbrauchs- und paradoxerweise leistungsarm.
„DigiTimes“ schreibt unter Berufung auf nicht näher genannter Berichte, dass die Allianz zwischen VIA und Nvidia sofort beendet sei, wenn Intel zustimme, bei den Atom-Plattformen einen Nvidia-Chipsatz zu verwenden.

Bislang äußerte sich nocht keiner der drei Beteiligten. Das Schweigen sollte jedoch bald brechen, sind die an Nvidia verhängten Vorwürfe doch exorbitant.


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