Blu-ray-Disc mit 400 GB – aber nicht im Handel

SpeichermedienBeim Kampf um die Nachfolge der DVD hat sich die Blu-ray-Disc gegen das HD-DVD-Medium durchgesetzt. Inzwischen kann man im Handel Blu-ray-Discs mit Kapazitäten von bis zu 50 GB erwerben. Dies allerdings zu einem Kostenpunkt von knapp 20 Euro pro Scheibe. Obwohl der Preis bereits exorbitant ist – Blu-ray-Disc-Brenner fangen bei 200 Euro an -, wird in den Entwicklungsstudios bereits munter an 200- und 400 GB-Lösungen gearbeitet. Verständlicherweise vorerst nicht für den Hausgebrauch.

Das japanische Unternehmen Pioneer ist in dieser Disziplin ganz weit vorne. So hat man kürzlich erste Prototypen entwickelt, die besagte 400 GB an Daten aufnehmen können. Dies wird mittels 16 Schichten realisiert, auf denen jeweils 25 GB untergebracht sind. TDK zeigte seines Zeichens ebenfalls kürzlich erste Prototypen, allerdings mit „nur“ 200 GB Datenvolumen.
Diese Entwicklung verdeutlicht, in welche Richtung künftig zugesteuert wird: Auf einer einzigen Scheibe sollen all' unsere Daten hinterlegt werden! Doch es gibt momentan leider einige gute Gründe dafür, warum entsprechende Lösungen in absehbarer Zeit nicht in den Handel kommen werden.

Der mitunter größte Flaschenhals ist die Schreibgeschwindigkeit. Bei einfacher Geschwindigkeit lassen sich lediglich 4,5 MB pro Sekunde schreiben. Um einen 400 GB-Rohling also zu beschreiben, müsste man sich 25 Stunden, und damit mehr als einen gesamten Tag, gedulden.
Weiterer Stolperstein ist die aufwändige Technik zur Produktion der vielseitigen Schichten. Die Yield-Rate scheint zurzeit noch sehr gering. Dies würde sich auf den späteren Kaufpreis des Mediums auswirken. Bereits die hiesigen Rohlinge mit 50 GB Kapazität sind für die meisten ein viel zu teures Unterfangen.


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