Nvidia GT200b dank 55 nm rund 470 mm²

NvidiaBereits ehe der GT200-Grafikchip im Handel stand, mehrten sich die Gerüchte, dass der Nachfolger, GT200b, bereits sein Tape-Out hinter sich hätte und somit den bislang größten Grafikchip aller Zeiten mit stolzen Ausmaßen von 576 mm² schnell wieder ablösen würde.
Jetzt wollen die Kollegen von „Nordichardware“ die Chip-Größe des GT200b, der ein von 65 auf 55 nm geshrinkter GT200 ist, in Erfahrung gebracht haben: 470 mm². Obwohl dies deutlich kleiner ist als die Fläche des GT200 und sogar etwas weniger als die des G80 (484 mm²), der beispielsweise auf den Karten 8800 GTX und Ultra Verwendung fand, hatte man sich in Insiderkreisen eigentlich etwas mehr erhofft.

Würde ein perfekter Shrink gelingen – was natürlich nie in der Praxis möglich ist -, betrüge die Chipgröße 412 mm². Mit 470 mm² liegt man rund 14 Prozent darüber, schafft es aber dennoch, die Produktionskosten des GT200 – immer ausgehend von derselben Yield-Rate – um rund 23 Prozent zu senken. Dies lässt Nvidia natürlich Handlungsspielraum bei den späteren Verkaufspreisen, wenngleich man weit entfernt von den Werten des RV770 bleibt, der mit 260 mm² deutlich mehr Leistung pro Quadratmilimeter abliefert und somit hinsichtlich des Preises letztendes die „Oberhand“ behalten sollte.

Obwohl der GT200 mit dem RV770 nie duellieren sollte, ist doch zwischen HD 4870 und GTX 260 ein offensichtlicher Konkurrenzkampf entstanden. Der Nvidia-Chip geht zwar in der Summe der Benchmarks als Sieger hervor, oftmals liegt man jedoch nur hauchdünn vor dem laut offizieller Preisliste 100 US-Dollar günstigeren AMD-Chip.
Dies lässt aus unserer Sicht das Gerücht entstehen, dass zumindest die GTX 260 nicht einfach auf ein anderes Fertigungsverfahren umgestellt wird, sondern auch bei den Taktfrequenzen ein wenig mehr zulegt. Denkbar wäre aus unserer Sicht ein 630 statt 575 MHz schneller Chiptakt, der auch automatisch den Shadertakt auf etwa 1350 MHz hochhieven würde. Bei der Anzahl der Textur- und Shadereinheiten sowie den Rastereinheiten, die an das Speicherinterface gekoppelt sind, erwarten wir dagegen keine Änderung.

Die Geforce GTX 280 spielt zurzeit in einer eigenen Leistungs- und Preisliga. An dieser Stelle gibt es eigenltich keine Veranlassung, an den Taktfrequenzen zu spielen, so dass dieser Chip in der Tat lediglich durch den 55 nm-Prozess in puncto Stromverbrauch verbessert worden sein sollte.
Aufgrund der nahenden Vorstellung der HD 4870 X2, die spielerisch die GTX 280 übertrumpfen sollte, vermuten wir allerdings darüber hinaus eine besonders taktstarke GT200-GPU. Diese könnte je nach Vorstellung der HD 4870 X2 und den Yields auch erst etwas später folgen.
Realistisch erscheint uns bei diesem Modell eine Taktfrequenz von 710 MHz, was den Shadertakt auf ungefähr 1530 MHz katapultieren sollte.

Preislich könnte man die neu aufgelegte GTX 260 etwas aggressiver im Preis aufstellen. Denkbar wären an dieser Stelle 349 statt 399 US-Dollar, so dass man noch immer leicht oberhalb der HD 4870, die mit 299 US-Dollar geführt wird, läge.
Bei der geshrinkten GTX 280 warten wir einen deutlich stärkeren Preisfall, da die schnellere HD 4870 X2 sowie die aus unserer Sicht zu erwartende schnellere GT200 den Chip von seinem Sonder-Status „schnellster Chip der Welt“ runterholen sollte. 549 oder sogar 499 US-Dollar scheinen statt 649 US-Dollar ein realistischer Preis.
Im Gegenzug erwarten wir für die dann leistungsstärkste GT200-Grafikkarte einen Preis von 649 oder 599 US-Dollar – je nach Preislage der geshrinkten GTX 280.

Nach aktuellen Gerüchten soll der GT200b im Laufe des vierten Quartals, das ab dem 1. Oktober beginnt, vorgestellt werden. Ob sich unsere Theorien dabei bestätigen, bleibt abzuwarten.


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