AMD HD 2000-4000 Raytracing-tauglich

AMDDie Technologie der Zukunft, um 3D-Spiele darzustellen, heißt, fragt man Intel, Raytracing. Deshalb wird der eigens entwickelte Grafikchip Larrabee diese Technik auch par excellence unterstützen. Schenkt man Intel weiter Glauben, so wird man mit der eigenen Technik die alteingesessenen und weiterhin auf Rasterizing verharrenden Konkurrenten AMD und Nvidia sprichwörtlich überrollen. Doch offenbar hat insbesondere auch AMD den Trend der Zeit erkannt.

Die Kollegen von „TG-Daily“ berichten, dass alle Chips auf Basis des R600 (HD 2900 XT) und darauffolgend Raytracing-tauglich sind. Als Quelle zieht man Jules World, ein Unternehmen, das für die atemberaubenden Effekte in Kinofilmen zuständig ist und dementsprechend auf dem AMD Cinema 2.0 vorgeladen war, zu Rate.

Zur Realisierung heißt es, dass man beim R600 einen DirectX 9-Pfad sowie die verbaute Tesselation-Einheit nutzen würde. Als groben Anhaltspunkt gibt Jules World an, dass eine HD 2900 XT unter 1280x720 vertretbare 20 bis 30 Bilder pro Sekunde liefert. Interessant ist dabei auch der Vergleich zum aktuellen Flaggschiff, der HD 4870: Diese soll unter derselben Auflösung sogar Anti-Aliasing darstellen können und dabei trotzdessen mit 60 Bildern pro Sekunde noch einmal bis zu dreimal schneller rechnen.
Ebenfalls Raytracing-tauglich sind die Grafikchips seit der achten Geforce-Generation. Verständlicherweise äußerte man sich auf diesem Event aber nicht zu dessen Performance. Nur so viel: Sie können Raytracing „etwas langsamer“ darstellen.

Jules World zeigt sich optimistisch, dass noch in diesem Jahr erste Anwendungen erscheinen, die mittels Raytracing Fotorealismus vermitteln. Ein Schelm wer hierbei Böses denkt, aber für Ende dieses Jahres ist auch Intels Grafikchip Larrabee angekündigt.
Die Industrie rechnet mit der Durchsetzung Raytracings allerdings erst in den nächsten zwei bis drei Jahren. Ob und wie sich das neue Verfahren, 3D-Spiele darzustellen, verbreitet, hängt sehr wahrscheinlich aber auch wieder maßgeblich von den Spieleentwicklern ab. Nicht erst seit gestern ist bekannt, dass Hardware Software stets voraus ist.


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