Intel Atom für Netbooks und Nettops offiziell

IntelIntels "Mini" ist gestrandet. Der Prozessor, der während der CeBIT erstmals gesichtet wurde und dort auch in wenigen Benchmarks seine Leistung durchblicken ließ, später dann regelrecht heiß erwartet wurde, ist mit dem heutigen Tag offiziell. Einen Tag nach Nvidias Tegra-Auftritt lässt der Atom, so der Verkaufsname, die Blicke auf sich ziehen.

. Nettop Netbook
Prozessor Atom 230 Atom N270
Verfahren 45 nm 45 nm
Threading 1 Kern, 2 Threads 1 Kern, 2 Threads
Taktfrequenz 1,6 GHz 1,6 GHz
FSB 133 MHz 133 MHz
L2-Cache 512 KiB 512 KiB
Chipsatz 945GC + ICH7 945GSE + ICGH7M
Speichergröße 512/1024 MiB 256/512 MiB
Betriebssystem Linux, XP, Vista* Linux, XP*
TDP (Plattform) 12-26 Watt 8 Watt
Preis (Plattform) < 200 US-Dollar ca. 250 US-Dollar


Dass Intel Atom ungleich Intel Atom ist, sollte bekannt sein. So beinhaltet die heutige Vorstellung die Ankündigung so genannter "Netbook"- und "Nettop"-Plattformen, im Mobile Internet Devices (MID)-Markt ist der Atom bereits seit einigen Wochen hellauf.
Unter Netbook versteht Intel Plattformen wie günstige Mini-Notebooks. Prominentestes Beispiel ist an dieser Stelle sicherlich der Asus EEE-PC, der mittlerweile fast die Geschichtsbücher druckt. MSI und Gigabyte haben bereits in Aussicht gestellt, ähnliche Subnotebooks in den nächsten Wochen und Monaten vorzustellen. Und genau in diesen soll eben künftig der Intel Atom-Prozessor seine Arbeit verrichten.

Intel stellt für diesen Sektor den so genannten Atom N270 bereit. Hierbei handelt es sich um einen in 45nm-gefertigten x86-Prozessor, der auf einer eigenen Architektur, eben der Atom-Architektur, aufsetzt. Diese besitzt große Ähnlichkeiten zur Core Mikroarchitektur, allerdings stand schwerpunktmäßig - anders als bei der Core Mikroarchitektur - nicht die Performance, sondern der Stromverbrauch im Vordergrund. So kommt es dann auch dazu, dass der Prozessor eine TDP von lediglich 2,5 Watt besitzt und damit hiesige Mobile-Chips der Core 2-Klasse klar auf die Plätze verweist.

Intel Netbook-Plattform

Es mag verrückt klingen, aber die Komponente, die am meisten Strom bei der Nettop-Plattform benötigt, ist die Northbridge, die Intel 945GSE heißt und mit einer TDP von 4 Watt spezifiziert ist. Die Southbridge heißt ICH7M und wird mit einer TDP von 1,5 Watt deklariert. Für "Desktop"-Feeling sorgt die PCI-Express 1.1-Unterstützung, USB-Support, HD-Audio und DirectX 9-Grafik (Intel GMA 950). Pro Stück soll ein so genanntes Netbook rund 250 US-Dollar kosten, davon sollen lediglich 44 US-Dollar auf die Atom-CPU selber fallen.

Auf der anderen Seite gibt es, wie eingangs erwähnt, die so genannten Nettops. Sie sind ebenfalls klein und schlank, aber nicht mobil. Folglich können sie sich auch etwas mehr Strom genehmigen, wenngleich man weit unter den Werten heutiger Mobile-CPUs bleibt. So soll auch der Atom 230 mit 4 Watt TDP in einen "bescheidenen" Rahmen fallen. Insgesamt werden für die Nettop-Plattform 12-26 Watt ausgestellt, was gegenüber den 8 Watt der Netbook-Plattform zwar sehr viel mehr ist, allgemein betrachtet jedoch immer noch sehr sparsam.

Intel Nettop-Plattform

Wie auch der Atom N270 taktet der Atom 230 mit 1,6 GHz und unterscheidet sich auch ansonsten nicht von dessen Ausstattung. 512 KiB L2-Cache, 133 MHz FSB (FSB533) und eine marginale Package-Größe von 22 mm x 22 mm x 1,6 mm sind die äußeren Daten des Prozessors. Nicht zu vergessen ist an dieser Stelle noch die kolportierte HyperThreading-Technologie, die aus dem einen Kern zwei Virtuelle macht. Als Northbridge dient diesmal die 945GC, bei der Southbridge vertraut man auf die aus 975X-Zeiten bekannte ICH7.


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