Nvidia GT200 - Schneller als man sehen kann

NvidiaAuf "YouTube" kursiert seit wenigen Stunden ein Video, das auf eindrucksvolle Weise die Encodingfähigkeiten der nächsten GPUs aus dem Hause Nvidia demonstriert. Abgefilmt wurde eine Präsentation zum "Nvidia's Editors Day", welche sich mit "Video Encoding und Transcoding" der "latest Nvidia cards", sprich den GT200ern beschäftigt.

Zum Einsatz kamen zwei Benchmarks: Zu allererst wird ein zwei minütiger Videoclip in 720p HD in ein ipod-taugliches Format transkodiert. Die konventionelle Methode, also die Kodierung via itunes und einem 20 US-Dollar teuren Mpg-2 Codec, nimmt dabei auf einem Quad-Core mit 3,0 GHz mehrere Stunden in Anspruch.
Unter Zuhilfenahme einer unbekannten GPU der neuen GT200-Generation (vermutlich GTX 280) via CUDA benötigt man für denselben Vorgang streng genommen nur Sekunden. Das Video wird in 5-facher Echtzeitgeschwindigkeit kodiert. Sprich ein Videoclip mit 30 Frames pro Sekunde wird mit 150 Frames pro Sekunde bearbeitet. Daher ist es auch möglich, mehrere Videos gleichzeitig in wenigen Minuten umzuwandeln. Die CPU wird dabei nur wenig belastet. Mehr als ein Core wird für das Processing nicht beansprucht.

Der zweite und mindestens genauso eindrucksvolle Test beschäftigt sich mit der Kodierung eines 1080i HD MPEG 2 Clips in Adobe Premier Pro. Der Clip wurde mit 25 Mbit Bitrate und 30 fps aufgenommen und soll nun in ein hi264 genanntes Format zur weiteren Bearbeitung exportiert werden. Während ein herkömmlicher Core 2 Duo E6400 das Video mit 2-6 fps kodiert, sprich in 1/6 Echtzeit rechnet, bringt es die GT200 auf 46 fps. Die GT200 rechnet also auch hier wieder schneller als Echtzeit. Praktisch bedeutet dies, dass man ein Video während des Kodiervorganges anschauen kann und die Berechnung abgeschlossen ist, ehe man das Video betrachtet hat.

Das Fazit lautet demzufolge wohl folgendermaßen: Dank CUDA, der "weltweit einzigen C-Programmierumgebung, die Zugriff auf die enorme Rechenleistung der aktuellsten Nvidia-Grafikprozessoren liefert", ist es möglich, die enormen Ressourcen der Next-Gen-GPUs abzurufen und damit die Bedeutung der CPU in den Hintergrund zu rücken. Statt also wie bisher auf mehr CPU-Cores zu setzen, wird sich die Arbeit in naher Zukunft sinnvoll auf Grafikkarte und Hauptprozessor verteilen lassen.


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2 Kommentare

2.) Cartman 28.05.2008 - 16:52 Uhr
Hammer ! Endlich bei YouTube Videos usw. nicht mehr warten...:D
1.) Dr. Acula 28.05.2008 - 00:49 Uhr
Wenn das ganze dann noch von x264 unterstützt wird bin ich überglücklich.