AMD Phenom X4 9950: 2,6, 2,65 oder 2,66 GHz?

AMDDie letzte Ausbaustufe des in 65nm-gefertigten Phenoms wird das Modell X4 9950 darstellen. Dies ist nicht neu und verdient daher eigentlich auch keiner weiteren Beachtung. Doch abermals sind es die Kollegen von "Fudzilla", die Öl ins Feuer gießen und bekanntes bzw. bestätigtes hinterfragen. So soll nach ihrer Auffassung der Phenom X4 9950 entgegen dem bisherigen Raster mit 2,66 statt 2,6 GHz auflaufen. Prompt liefert man auch eine "Begründung": Der neue Phenom X4 9950 soll nicht nur höher takten, sondern auch durch den höheren Referenztakt - "Fudzilla" schreibt sogar fälschlicherweise in diesem Zusammenhang von FSB -, der nunmehr 266 statt 200 MHz betragen soll, mehr Performance erreichen.

Doch Halt! Was beim FSB, der die Verbindungsstelle zwischen CPU und unter anderem Speicher ist, wunderbar funktioniert, klappt beim so genannten Referenztakt, da dieser - wie der Name verrät - lediglich eine Referenz darstellt, noch lange nicht. Es handelt sich nämlich lediglich um einen von vielen Takten, der den letztendlichen Kerntakt des Prozessors erzeugt. Über weitere Multiplikatoren sowie diverse Teiler wird erst der Kerntakt festgelegt, so dass eine Veränderung keine Auswirkung auf die Performance bzw. den Datendurchsatz (so ist es beim FSB) hat. Die AMD-Prozessoren kommunizieren seit 2003 über den so genannten HyperTransport-Link mit der "Außenwelt" und der Speicher wird direkt über den im Prozessor sitzenden Memory-Controller mit Daten gefüttert.

Eine Erhöhung des Referenztaktes brächte bestenfalls große Inkompatiblitäten der Mainboards mit sich. Alle am Markt erhältlichen Phenom-Platinen sind auf einen 200 MHz hohen Referenztakt eingestellt. Diesen führte AMD 2003 ein und hielt unter anderem aus Kompatiblitätsgründen bis heute daran fest. Allein schon deswegen ist die Meldung "Fudzillas" nicht für bare Münze zu nehmen. Warum sollte sich AMD nach den "Blamagen" letzter Tagen, die zugegebenermaßen oft durch begleitendes Pech begünstigt wurden, sich nun erneut ins eigene Fleisch schneiden und für den letzten in 65nm-gefertigten Phenom-Prozessor neue Mainboards einfordern?

Passend dazu berichten die Kollegen von "Planet3DNow!", dass AMD aufgrund der mit dem Phenom eingeführten Viertel-Multiplikatoren theoretisch 2,65 GHz erreichen könnte. Dies ließe sich bewerkstelligen, indem der Referenztakt (natürlich) bei 200 MHz verbliebe und der Multiplikator auf 13,25 hochgesetzt würde. So könnte AMD das letzte Quäntchen aus seinem 65nm-Prozess holen. Diese Variante ist denkbar und vor allen Dingen gut umsetzbar. Im Grunde genommen stellt sich die Frage aber kaum: In allen bisweilen veröffentlichten Roadmaps wird der Phenom X4 9950 mit 2,6 GHz Takt geführt. "Fudzilla" hat durch seine jüngste Meldung einmal mehr aufgeschüttelt und aufgewühlt - umsonst.


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4 Kommentare

4.) eXEC 18.05.2008 - 22:50 Uhr
Fudzilla lügt wie gedruckt, wetten der cpu kommt mit 2,6 ghz auf den markt?
Fudzilla is doch der größte Sch***laden überhaupt, 4 von 5 "News" sind komplett erstunken und erlogen, von denen wo was dran ist, ist noch eine halbe Seite ausgedacht.
3.) KodeX 18.05.2008 - 14:40 Uhr
Total sinnlos wäre ein erhöhter Referenztakt aber nicht. Denn auch der HT-Takt wäre damit größer. Das könnte man aber allerdings auch ganz einfach mit einem höheren HT-Multiplikator (wie beim 9850) erreichen.
2.) Duplex 18.05.2008 - 14:01 Uhr
und nen viertel multi unterstützen ja sicher alle mainboards ? glaub kaum ohne bios update wohl net
1.) Luk Luk 18.05.2008 - 13:43 Uhr
Ich glaube nicht, dass AMD den Referenztakt erhöhen wird. Das würde doch keinen Sinn machen! Wenn, dann ein viertelbarer Multiplikator, oder es bleibt bei 2,6GHz....