"Cyberspace Safety" als Schulfach in Virginia

InternetIm US-Bundesstaat Virginia wurde vor kurzem ein neues Gesetz eingeführt, das die dortigen Schulen verpflichtet, ihren Schülern den sicheren Umgang mit dem Internet beizubringen. So soll beispielsweise verhindert werden, dass die Jugendlichen Internetseiten mit pornographischen oder gewalttätigem Inhalt besuchen, sich in Chats mit potentiellen Sexualverbrechern unterhalten und im schlimmsten Fall sogar treffen oder bei Internetgeschäften - wie zum Beispiel bei eBay - ihre Privatsphäre richtig schützen und sich dabei nicht über den Tisch ziehen lassen.

Die "Gefahren des Internets" sollte man auf gar keinen Fall unterschätzen. Schließlich sind nicht nur Privatpersonen betroffen, sondern meistens große Konzerne, teilweise sogar Nationen. Manch einer wird sich vielleicht noch an die Aufruhr im vergangenen Jahr erinnern, als sich chinesische Hacker in Systeme auf der ganzen Welt eingeklinkt haben.

Es gab zwar schon letztes Jahr einige Anläufe in verschiedenen Bundesstaaten, die den richtigen Umgang mit dem Internet lehren sollten, jedoch waren diese bisher nicht verpflichtend für die Schulen. Das soll sich mit den neuen Richtlinien ändern, da diese einerseits präziser und vor allem schärfer bestimmt sind und andererseits - im Gegensatz zu den vorherigen - nun verbindlich sind. Es existiert zwar kein genauer Lehrplan, aber dafür gibt es genau festgelegte Lernziele. So soll vor den oben genannten Risiken gewarnt und zudem die Unterscheidung zwischen legalen und illegalen Inhalten gelehrt werden. Über den letzten Punkt wird sich die Unterhaltungsindustrie sicherlich freuen, da dadurch das Bewusstsein des "Raubkopieres" verdeutlicht und hervorgehoben wird.

Somit ist Virginia der erste Bundesstaat überhaupt, der den richtigen Umgang mit dem Internet als Unterrichtsfach einführt. Wie erfolgreich dieses Projekt sein wird und ob es sich auch in anderen Staaten durchsetzen wird, kann man aber noch nicht voraussagen. Da die Eltern selbst nicht immer mit dem Internet vertraut sind und es kaum wirksame Kontrollen im Internet gibt, kann man auf jeden Fall sagen, dass es ein Schritt in die richtige Richtung ist, indem man die Jugendlichen so früh wie möglich vor den Gefahren des Internets warnt.


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