Microsoft lässt von Yahoo ab

MicrosoftDas Hin und Her um die Übernahme Yahoos durch Microsoft scheint nach monatelangem Tauziehen endgültig beendet. Microsoft hat die Nase voll und versucht nun auf eigenem Wege gegen die Konkurrenz Google, die von Rekordgewinn zu Rekordgewinn fährt, zu bestehen. Steve Ballmer, extrovertierter Microsoft-CEO, wird mit folgenden Worten zitiert:

"Yahoo hätte unsere Strategie beschleunigt, aber wir können trotzdem vorankommen"

Microsofts Interesse an Yahoo wurde im Mai vergangenen Jahres erstmals publik. Es folgt am 1. Februar 2008 die fast sichergeglaubte Übernahme, der Yahoo wenige Wochen später jedoch überraschend einen Korb gab. Insofern überraschend, als dass das Angebot der Redmonder, nämlich 31 US-Dollar pro Aktie und damit insgesamt 44,6 Millarden US-Dollar, durchaus verlockend war, schließlich dümpelte die Yahoo-Aktie seinerzeit bei unter 20 US-Dollar.

Doch Yahoo lehnte ab und suchte nach Alternativen. Microsoft räumte Yahoo daraufhin, nachdem diese auch kein Gespräch mehr suchten und den Stand der Dinge bestenfalls in der Öffentlichkeit breittraten, bis zum 21. April eine Frist ein. Wenn Yahoo bis zu diesem Zeitpunkt nicht auf das Angebot eingeht, werde man eine feindliche Übernahme anstreben. Dies heißt im Klartext, dass Microsoft versuchen würde, sich über die Aktionäre ins Unternehmen einzukaufen. Was oftmals sogar günstiger ist, birgt jedoch die Gefahr demotivierender Mitarbeiter bzw. ggf. sogar Streiks mit sich.

Obwohl Yahoo das Ultimatum eiskalt verstreichen ließ, reagierte Microsoft nicht - wie geplant - mit einer feindlichen Übernahme. Stattdessen ließ man erst einmal wieder alles auf sich beruhen, ehe man dann vor ein paar Tagen Yahoo ein neues Angebot vorlegte, das gerüchteweise rund 33 US-Dollar pro Aktie betrug. Dies scheint Yahoo abermals zu wenig gewesen zu sein, so dass Ballmer nun resignierte und verkündete, dass man vorerst Abstand von Yahoo nehme und nun versuche, die eigene Stärke weiter zu stärken. Als unwahrscheinlich gilt es jedoch nicht, dass Microsoft nun versuchen wird, andere Unternehmen abzuwerben. Mit einem randvollen Portmonee lässt es sich bekanntlich gut einkaufen.


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1 Kommentar

1.) Falcon 04.05.2008 - 19:23 Uhr
schade, das hätte M$s grab werden können :(