Nvidia-Treiber sorgen künftig für räumliches 3D

NvidiaMithilfe eines für Sommer 2008 angekündigten Nvidia-Grafiktreibers sowie sonnenbrillenähnlichen Augengläsern soll der Spieler schon bald in die räumliche 3D-Welt abdriften - und das in jedem Game, welches 3D und Polygone verwendet! Nvidia macht keinerlei Einschränkungen und verspricht, dass auch kein spezieller Monitor oder weitere Extra-Komponenten außer der 3D-Brille anfallen.

Der Effekt ist nicht neu. Ende der 1990er-Jahre spriesten in allen Großstädten Deutschlands die so genannten 3D-Kinos wie Pilze aus dem Boden. Mittlerweile hat sich das "3D-Fieber" gelegt, doch glaubt Nvidia trotzdem an den räumlichen 3D-Modus, der in Zukunft mit "echten" 3D-Displays auch ohne lästige Brille vermittelt werden soll. Das Beste: Die Programmierer müssen sich nicht umstellen oder ihre Programme/Spiele entsprechend umschreiben, denn "wirkliches" 3D wird natürlich nicht geboten, es wird lediglich dem menschlichen Auge vorgetäuscht. Die Technik ist dabei wie folgt:

Der 3D-Effekt entsteht durch zwei leicht versetzte Bilder, die spezifische Filter für das linke und rechte Auge auseinander dividieren. Diese zwei Bilder werden gleichzeitig berechnet, was die Grafiklast vermutlich ansteigen lassen sollte - dies regelt jedoch alles der künftige Nvidia-Treiber.

Es sollte an dieser Stelle erwähnt werden, dass Nvidia mit dem räumlichen 3D-Modus nicht das Rad neu erfindet. Entsprechende Pläne lagen bereits vor einigen Jahren vor, wurden dann jedoch aufgrund verschiedenster Gründe verworfen. Hauptgrund waren hier die Shutter-Brillen - Nvidia verspricht bessere, neuere Brillen -, die nicht nur Energie benötigten, sondern - und das war vermutlich das KO-Kriterium - auch die Bildwiederholrate halbierten. Nvidia hat es an dieser Stelle selbst in der Hand, mit entsprechenden Treibern der dunklen Falle entgegenzuwirken.

Inwiefern die Nvidia 3D-Aktion Früchte tragen wird, bleibt abzuwarten. Höchstwahrscheinlich hängt dies aber auch davon ab, wie viel Mühen Nvidia in dieses Projekt steckt. Traut man sich, daraus einen komplett neuen Markt entstehen zu lassen? So könnte man beispielsweise in grüngefärbte Nvidia-Brillen in die hiesigen Elektronikhäuser stellen. Auch ein Bundle aus 3D-Brille und Grafikkarte würde sicherlich zum Vorantreiben sorgen. Konkrete Pläne, wie Nvidia das 3D-Konzept vermarkten wird, liegen aber noch nicht vor. Eine erfrischende Sommerabwechslung wäre es definitiv.


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5 Kommentare

5.) Phenocore 04.05.2008 - 23:05 Uhr
Das kostet nicht mal 100 Euro.

Seekrank wird auch nicht jeder :-D Ich habs aber noch nicht getestet.
Efahrungsberichte finde ich immer gut... Mehr davon^^

Wenn aber wirklich viele "Seekrank" werden, dann wäre 3D nur mit einem entsprechendem mechanischen Simulator, der die Bewegungen nachamt sinnvoll. Das wiederum wäre aber dann zu teuer. Wäre dann vielleicht eher etwas für diese Spielhallen, wo man an solchen Geräten gegen Bezahlung spielen kann.
4.) Phil123 04.05.2008 - 22:48 Uhr
also wenn das wirklich so realistisch ist wird es für gamer vll interesant aber ich glaube nicht das man für solch zubehör so viel geld ausgeben wird also ich würde vll 100 euro ausgeben aber nicht mehr

phil
3.) pollux 04.05.2008 - 22:42 Uhr
Habe so eine Brille (damals von NVIDIA so um 2000 herum) schon mal gehabt. Fazit: Nach 10 min Descent spielen war mir schlecht. Grund: Der 3D Effekt ist, sofern man in einem abgedunkelten Raum spielt, immens gut. Bei kommt es dann zu einer Art inverser Seekrankheit: Man sieht alles in 3D, bewegt sich wie verrückt, aber das Innenohr bekommt keine entsprechenden Informationen.

Daher: Kein 'muss haben' für mich.
2.) Luk Luk 04.05.2008 - 14:28 Uhr
Kann mir nichts großes drunter vorstellen. Bin mal gespannt, wie teuer die Brille wird, und wie gut diese verarbeitet ist.
1.) Cartman 04.05.2008 - 14:23 Uhr
Also ich bezweifle ja , dass das nen normalen GAmer i.wie juckt ...Wird sich wohl nicht durchsetzen .