Nvidia GeForce 9600 GSO offiziell

NvidiaEine Karte, die zuletzt des Öfteren als kommender Nvidia-Chip angesprochen wurde, ist nun offiziell: Gemeint ist die GeForce 9600 GSO, die - dies ist damit nun endgültig besiegelt - lediglich eine umbenannte 8800 GS ist und Nvidia im hartumkämpften Mid-End-Sektor zu Oberwasser verhelfen soll. Untypischerweise basiert die rund 100 Euro teure Karte auf dem Nvidia-High-End-Chip G92. Dieser ist jedoch stark kastriert: So finden sich nur noch 96 statt 128 Shadereinheiten auf der GPU wieder, entsprechend beträgt auch die Zahl der Textureinheiten lediglich 48 statt 64. Da auch das Speicherinterface von 256 auf 192 Bit gesenkt wurde, ist die Zahl der ROPs, die nunmehr 12 beträgt, ebenfalls gefallen.

Hinsichtlich der Taktraten gibt Nvidia offiziell 550/1375/800 MHz vor. Anscheinend lässt man seinen Partnern aber erneut viel Handlungsspielraum, so dass diese sowohl schnellere als auch sogar langsamere Produkte im Angebot haben. Nachdem wir vor kurzem bereits über die Listung von EVGA- und XFX-Modellen berichteten, hat sich in der Zwischenzeit noch der Hersteller Asus eingefunden. Dieser hält sich - anders als EVGA und XFX - zumindest bei einem der insgesamt zwei Produkte an die Nvidia-Referenztaktraten, steuert die Karte also mit 550/1375/800 MHz an. Gleichzeitig bietet man noch ein höhergetaktetes Produkt an, dass mit 600/1700/900 MHz - offensichtlich wurde hierbei das Chiptakt-Shadertakt-Verhältnis von 1:2,5 auf 1:2,83 hochgesetzt - antritt.

Nvidia GeForce 9600 GSO

Im Übrigen wurde von MSI eine 768 MiB-Variante der Karte angekündigt. Aufgrund des beschnittenen Speicherinterfaces können lediglich sechs Speicherbausteine verwendet werden. Während bis auf MSI derweil alle auf 64 MiB pro Modul vertrauen und somit zu insgesamt 384 MiB kommen, wagt MSI 128 MiB pro Modul und erreicht damit besagte 768 MiB. In den hiesigen Online-Shops ist die Karte allerdings noch nicht zu finden. Sie wird jedoch definitiv kommen, sogar Preise können bereits genannt werden. Demnach soll MSI für den doppelt so großen Texturspeicher einen Aufschlag von 40 bis 50 Euro einfordern, was aus unserer Sicht jedoch nicht im Verhältnis zur gebotenen Leistung stehen wird.

Einzig erhältlich ist momentan die schnellere XFX-Karte (650/1625/900 MHz), die ab 99 Euro den Besitzer umgehend wechselt. Es scheint, als würde Nvidia die Karte knapp unter der HD 3850 postieren, welche ihrerseits zu ähnlichen Preisen seit einigen Wochen sehr erfolgreich verkauft wird. Wie lange man diese Strategie fährt, bleibt abzuwarten. Viele räumen der 9600 GSO jedoch im Vorfeld eine sehr kurze Lebensdauer ein. Streng genommen handelt es sich auch nur um angesammelte G92-Abfälle, die nun versucht werden, zu verwerten. Dem Kunde kann dies selbstverständlich gleichgültig sein: Denn die auf der Karte angepriesenen 96 Shadereinheiten inklusive des 192 Bit sollten ohne Probleme genutzt werden können.


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4 Kommentare

4.) Phil123 29.04.2008 - 22:09 Uhr
ja aber untern strich leigen die andern dann doch vorne

phil
3.) KonKorT 29.04.2008 - 22:01 Uhr
Vergiss nicht, dass die 9600 GSO in puncto Textur- und Shaderleistung einer 9600 GT sogar überlegen ist. Lediglich die Speicherbandbreite- und ggf. größe (384 MiB) wird bei der Karte zum Flaschenhals.
2.) Phil123 29.04.2008 - 17:34 Uhr
naja aber wer kauft sich eine 8800gs oder 9600gso wenn man schon die 9600gt oder 8800gt für ein paar euro mehr bekommt

phil
1.) Luk Luk 29.04.2008 - 17:29 Uhr
nVidia ist wohl im Marketingwahn^^
Jedenfalls können sich informierte Leute denken, dass 8800GS und 9600GSO ungefähr gleich schnell sind, meist ist ja die X600er fast gleich schnell wie die X800er davor (NICHT die Radeon Xxxx Serie gemeint!^^) 8800 --> 9600 ;)
Aber mal weg von den ganzen Rechnungen :) nVidia ist echt dickköpfig in sachen Marketing :x