Windows XP SP3 freigegeben zum Laden

MicrosoftAm Rande des Hardware-Großereignisses, der Präsentation eines neuen 3DMarks, hat Microsoft klammheimlich das dritte Service Pack für das immer noch am häufigsten verwendete Betriebssystem, Windows XP, bereitgestellt. Doch wer auf große Neuerungen wie seinerzeit beim Service Pack 1 und 2 gehofft hat, wird bitter enttäuscht. Das dritte Service Pack ist lediglich ein Sammelsurium der seit Erscheinen des Service Pack 2 veröffentlichten Updates.

Das Service Pack 3 wiegt gut 300 MiB und umfasst über 1100 verschiedene Updates. Microsoft weist daraufhin, dass die über die Update-Funktion bereitgestellten Updates nach Service Pack 2 teilweise im Service Pack 3 einige Änderungen widerfahren haben. Im Grunde genommen darf sich aber auch der, der seit dem Service Pack 2 alle Updates manuell eingespielt hat, als Service Pack 3-Besitzer fühlen. Ein Update lohnt also nur dann, wenn man noch auf dem Stand von Service Pack 2 ist bzw. danach keine weiteren Updates heruntergeladen hat.

Für großes Unverständnis sorgt die Entscheidung Microsofts, sowohl den Windows Media Player 11 als auch den Internet Explorer 7 nicht ins Service Pack 3 einzuschließen, obwohl beide Programme Service Pack 2-Nutzern als optionales Update bereitstehen. Dies ist insofern unverständlich, als dass beide Programme, insbesondere der Internet Explorer, wesentliche Neuerungen in puncto Sicherheit mitbringen. Der Internet Explorer 6 gilt beispielsweise weiterhin als offenes Scheunentor, währenddessen der Internet Explorer 7 mittlerweile akzeptiert und als relativ sicher eingestuft wird.

Das Service-Pack 3 liegt lediglich für die 32-Bit-Variante vor, da die 64-Bit-Variante auf dem Windows Server 2003-Kernel basiert. Willige können das Update direkt von der Microsoft-Seite oder den diversen, vertreibenden Seiten herunterladen. Alternativ kann man es sich auch via Post bequem nach Hause schicken lassen. Es sei an dieser Stelle jedoch nochmals darauf hingewiesen, dass es lediglich die seit dem Service Pack 2 veröffentlichten Updates bereithält und ansonsten keinerlei Neuerungen bietet. Hierbei wird deutlich, dass Microsoft XP nur noch "mitführt" und Neuerungen lediglich dem neusten Spross, Vista, vorbehalten sind. Eine bedauerliche, wenn auch wirtschaftlich gesehen verständliche Entwicklung.


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2 Kommentare

2.) Cartman 30.04.2008 - 14:00 Uhr
Ich brauchs nicht *gg*
1.) Phenocore 29.04.2008 - 16:53 Uhr
Internet Explorer 7 hätten sie wirklich rein machen können. Es ist sicherer als der 6-er und ist zudem ein Tabbed-Browser.

Das der Player 11 nicht integriert wurde, freut mich aber. Der 10-er ist genau so sicher wie der 11-er, sieht nur anders aus.

Den 11-er mag ich nicht. Sieht _imo_ schlechter aus und die Bedienung ist auch komisch. :/