ATI Radeon HD 3650 AGP erhältlich

AMDEs sind die letzten Bemühungen, eine ausgestorbene Spezies zurück zum Leben zu erwecken: Die Rede ist selbstverständlich vom Tod geweihten AGP-Port, der sich trotz eigentlich klarer Wachablösung im Laufe der Jahre immer wieder kleiner Lichtmomente gegenübersah. Allen voran ATI darf sich als Reanimateur fühlen. Bereits mehrfach holte man den Toten zurück ins Leben. Und das auf die vermeintlich letzte Episode immer eine weitere folgt, beweist heuer die so genannte HD 3650, die man inklusive der HD 3400-Reihe zu Beginn dieses Jahres vorstellte.

Heute, rund vier Monate später, findet sich auch eine erste AGP-Adaption der HD 3650 im Handel wieder bzw. eine, die sogar erhältlich ist. Insgesamt zwei namenhafte ATI-Partner, Asus und Sapphire, führen ein HD 3650-Produkt ins Rennen. Dabei hält man sich streng an die Vorgaben AMDs.
Asus' HD 3650 spricht den Chip mit gewohnten 725 MHz an; die DDR2-Bausteine werden mit serienmäßigen 500 MHz betrieben. Hervorstechend ist die monströse Kühllösung. Sapphires HD 3650 taktet ebenfalls mit 725 MHz beim Chip, allerdings ist DDR3-Speicher verbaut, der folglich - gemäß der AMD-Spezifikationen - mit 800 MHz betrieben wird.

Während die mit DDR2-Speicher ausgestattete Asus-Karte ab 70 Euro erhältlich ist, müssen für die durch den DDR3-Speicher schnellere Sapphire-Karte rund 80 Euro hingeblättert werden. Performancetechnisch ist die Karte mit der ebenfalls für den AGP-Port bereitstehenden HD 2600 XT GDDR3 gleichzusetzen. Diese wird jedoch teilweise schon ab 60 Euro angeboten und stellt somit vermutlich die bessere Wahl dar. Den Käufer einer HD 3650 erwartet neben dem vermutlich eher kosmetischem DirectX 10.1 ein 2D-Energiesparmodus sowie ein verbesserter Videoprozessor.


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