9600 GSO und HD 3830 bald für 70 Euro?

NvidiaDie Gerüchteküche ist bekanntlich groß und kocht nicht immer nach denselben Rezepturen, so dass neben den zwei Next-Generation-Chips auch kommende, preislich attraktive Grafiklösungen zwischendurch in die Pfanne kommen. Zwei dieser Rezepturen, glaubt man "DigiTimes", werden GeForce 9600 GSO und Radeon HD 3830, die beide teildeaktivierte Chips der Flaggschiffe sind und sich somit wunderbar zum Recyclen eignen, heißen.

Die GeForce 9600 GSO wird auf dem G92 basieren, jedoch ein 25 Prozent schmaleres Speicherinterface (192- statt 256-Bit) besitzen und darüber hinaus nur 96 Shadereinheiten und folglich 48 Textureinheiten. Zu den Taktraten ist nichts bekannt. Zwischenzeitlich hielt sich das Gerücht, die 9600 GSO würde einfach die 8800 GS zu neuem Leben erwecken, doch ist man sich mittlerweile nicht mehr ganz so sicher. Man vermutet, dass die Taktraten anders ausfallen und sich nach dem Konkurrenzprodukt, der HD 3830, richten, womit wir auch beim zweiten Chip wären:

Die HD 3830 ist ebenfalls ein "Abfallprodukt" der High-End-Chips. Prinzipiell setzt sie auf den RV670, verfügt auch weiterhin über 16 Textureinheiten und 320 Streamprozessoren, jedoch ist ihre Anbindung zum Speicher lediglich 128-Bit breit und damit nur halb so groß. Es erwartet den Kunden also ein vermutlich sehr schneller Mainstream-Chip, dem jedoch bei steigender Auflösung und Aktivierung von AA/AF schnell die Puste ausgeht. Die Taktraten sollen sich übrigens exakt auf dem Niveau einer HD 3850 bewegen und damit 670/825 MHz betragen. Ein ähnliches Produkt, die HD 3690, wird übrigens bereits seit einiger Zeit in Asien verkauft.

Da die Mainstream-Produkte der Chipschmieden schon mit Preisen von gerade einmal 100 Euro extrem günstig sind, können Nvidia und AMD für 9600 GSO und HD 3830 nicht mehr als 70 Euro erwarten. Ist dies beim RV670 noch einigermaßen rentabel, so fährt Nvidia mit dem G92 fast schon ein Verlustgeschäft ein. Dies ist darauf zurückzuführen, dass der RV670 gerade einmal Zweidrittel so groß ist wie der G92 und dementsprechend auch nur Zweidrittel so teuer herzustellen - immer natürlich unter der Berücksichtigung derselben Yield-Rate.

Weitaus wirtschaftlicher wäre für Nvidia die Benutzung des G94, der beispielsweise auf der 9600 GT eingesetzt wird, jedoch geht es an dieser Stelle Nvidia nicht in erster Linie darum, konkurrenzfähig zu sein, sondern seine defekten G92-Chips zu veramschen. Die aktuellen ForceWare 174.93-Treiber verraten übrigens, wie Nvidias weitere, nahe Zukunft aussieht. Neben der 9600 GSO soll die 9500 GT und GS den Markt erreichen. Auch die Chips 9300 GE und GS finden sich in der Inf.Datei des Treibers. Sie basieren auf dem G98, der bereits teilweise bei der 8400 GS zum Einsatz kommt.


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7 Kommentare

7.) KodeX 20.04.2008 - 15:35 Uhr
Die Produktion von Mittelklassenchips ist günstiger als die Produktion von High-Endchips. Also ist auch ein defekter High-Endchip teurer als ein funktionsfähiger Mittelklassenchip. Deswegen ist zweiteres wesentlich wirtschaftlicher.

Man macht das ganz nur um defekte Chips noch irgwendwie unter den Kunden zu bringen. Auf Mittelklassenchips kann unmöglich verzichtet werden.
6.) Duplex 19.04.2008 - 18:57 Uhr
hab ja mal glaub gelesen das 80% vollfunktions fähig sind also die Yield rate

und 80% sollen schon sehr sehr gut sein
ich glaub ehr die sind meist weiter unten
5.) Luk Luk 19.04.2008 - 17:30 Uhr
Genau. Weil man ja nicht einfach defekte Chips wegschmeißen sollte, werden die defekten Einheiten deaktiviert und als Low-Cost-Karte verkauft, sonst würden die ja auf ihren Chips sitzen bleiben. Schon krass, dass es wirklich so viele Chips gibt, die während der Produktion kaputt gehen bzw. kaputt hergestellt werden. Zwischen ganz und kaputt liegen bei ATI ja 55nm...
4.) Duplex 19.04.2008 - 17:28 Uhr
warum weil krüppel rauskommen heist es net das diese teurer sind also der
g94 ist ja quasi ein G92 mit weniger transistoren
3.) KodeX 19.04.2008 - 17:13 Uhr
Dennoch ist es effetkiver die Effizienz an funktionierenden Chips bei jeder Produktion zu steigern und somit dafür zu sorgen, dass es weniger defekte Chips gibt. Ein Mittelklassen Chip ist dann nämlich wesentlich günstiger herzustellen als ein High-End Chip.
2.) Luk Luk 19.04.2008 - 16:49 Uhr
Die streichen ja die Einheiten in den Kernen einfach weg und siehe, man hat eine Low-Cost Karte.
1.) Duplex 19.04.2008 - 15:43 Uhr
warum entwickelt man überhauopt ncoh midragekarten ?
man benutze halt einfach minderwertige high-end GPUs die halb defekt sind oder ?