AMD muss "kleinere Brötchen" backen

AMDAuf dem letzten Financial Analyst Day versprach AMD den Aktionären und Investoren, sich noch stärker ums Geldverdienen zu bemühen. Man wollte sich stärker ums Mainstream kümmern und die Investitionskosten von 1,7 auf 1,1 Milliarden senken. Da AMDs CPUs es nicht ganz mit den stärksten Intel-CPUs aufnehmen können, bleibt AMD auch nichts weiter übrig, als sich mehr auf den Mainstream zu konzentrieren. Hier will man auch durch die Plattform überzeugen und entwickelt gute und sparsame Chipsätze. Im Grafikkartensektor scheint noch etwas mehr möglich zu sein, doch auch da beließ man es vorerst bei der HD 3870-Karte als stärkste Single-GPU-Lösung und zog nicht mit den 8800 GTS/GTX-Versionen von Nvidia mit. Die X2-Karten sollten dann im High-End-Segment die Verkaufspreise der Nvidia-High-End-GPUs und damit auch deren Margen senken.

Passend zum eingeschlagenen Mainstreamkurs erschien auch der Technikchef (CTO) Phil Hester nicht zum Financial Analyst Day. Wie das Wall Street Journal berichtet, verlässt genau dieser - der übrigens für technische Innovationen bei AMD zuständig war - nun das Unternehmen. So wie es aussieht nicht ganz freiwillig, denn AMD will seine Stelle nicht neu besetzen und kommentierte lapidar, dass die einzelnen Bereiche des Unternehmens bereits einen Technikchef hätten und das müsse genügen.

Das passt natürlich auch zu dem von AMD geplantem Stellenabbau bis Ende Q3 2008. Der britische TheInquirer veröffentlichte dazu auch einen Brief von AMDs Chief Opperrating Officer (COO) Dirk Mayer, der an die Belegschaft gerichtet war. Dirk Mayer bedauert in diesem, dass nun Entlassungen anstehen und sieht für den Konzern ab dem zweiten Quartal wieder eine bessere Zukunft. Um ihre Stellen müssen sich die für das Unternehmen am wenigsten profitablen Mitarbeiter nun bangen. Ein Sprecher von AMD bestätigte auch die Befürchtung, dass die Beschäftigten in Dresden davon nicht unverschont bleiben. Mit dem Quartalsbericht am 17. April wird man auch dazu noch weitere Details bekannt geben.

Die Kosten für die Umstrukturierung des Unternehmens werden in der Quartalsabrechnung des zweiten Quartals 2008 berücksichtigt. Mit dem B3-Stepping hat man nun auch wieder konkurrenzfähige Produkte bei den Quad-Cores im Desktopsegment und vor allem auch im Serversegment. Mit den Triple-Cores wird man sich auch noch gegen die schnellen Dual-Cores von Intel positionieren. Es erscheint durchaus realistisch, dass AMD bis zum dritten Quartal wieder an Stärke gewinnt. Genau diese braucht AMD auch, um in Zukunft gegen die voraussichtlich sehr starke Nehalem-Generation, die für das vierte Quartal 2008 von Intel geplant ist, bestehen zu können.


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