Intels TurboStation voraussichtlich 2009

IntelAuf dem diese Woche stattgefundenem "Intel Developer Forum" in Shanghai hat Intel eine neue Dockingstation für Notebooks vorgestellt, die laut diversen Medien den bisher üblichen Desktop-Rechner ablösen könnte.

Das Problem heutiger Laptops besteht darin, dass sie entweder eine hohe Rechenleistung besitzen, bei einem gleichzeitig hohem Gewicht und kurzer Akkulaufzeit oder sie sind eben für den mobilen Einsatz konzipiert, jedoch muss man in diesem Fall fehlende Rechenkraft in Kauf nehmen. Beides zusammen hat sich bisher ausgeschlossen. Genau diese Marktlücke soll die vor kurzem vorgestellte Dockingstation von Intel schließen. Bisherige Dockingstationen hatten den Nachteil, dass sie nur geringfügig oder gar nicht aufrüstbar sind, so ist beispielsweise der Einbau zusätzlicher Grafikkarten erst gar nicht möglich. Ein weiterer Nachteil sind die von Hersteller zu Hersteller unterschiedlichen Stecker bzw. Anschlüsse oder überhaupt gar keine Verfügbarkeit.

Intel Dockingstation IDF 2008 1

Mit der neuen "Turbostation" sollen all diese Probleme der Vergangenheit angehören. Sie basiert auf einem standardisiertem Docking-Port, der einen PCI Express x16 Anschluss zur Verfügung stellt. Der Docking-Port selbst unterstützt alle Features, die über PCI-Express abgerufen werden können, so waren im Prototyp zwei ATI-Grafikkarten mit Support für Crossfire, Gigabit Ethernet, Serial-ATA-Controller für den Einbau von Festplatten, weitere USB-Ports und 7.1-Audio angeschlossen. Für die Stromversorgung der zusätzlichen Komponenten ist nur ein handelsübliches Netzteil notwendig. Dank eines Wrapper-Grafiktreibers ist es möglich, zwischen der integrierten Grafik des Notebooks und der in der Dockingstation vorhandenen Karte im laufenden Betrieb umzuschalten. Durch eine zusätzliche Kompressorkühlung ist es darüber hinaus möglich, die Prozessorleistung durch übertakten zu steigern.

Intel Dockingstation IDF 2008 2

Bei Intel ist somit ein äußerst interessantes Konzept in der Entwicklung, dass die Rechenpower eines Desktoprechners mit der Flexibilität eines Notebooks vereinen soll und sogar eine Möglichkeit zum Upgrade seiner Dockingstation bietet. Bleibt nur zu hoffen, dass möglichst viele Notebook-Hersteller auf diesen Zug aufspringen, was im Endeffekt zu einer Revolution der Heimrechner führen könnte.


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2 Kommentare

2.) NoName 06.04.2008 - 23:03 Uhr
die docking station ist dazu da,dass du zu hause die power eines desktop pc's hast,bei bedarf jedoch auf die mobilität des notebooks zurückgreifen kannst. heutzutage gibt es die sogenannte "desktop replacement notebooks" die ihren namen alle ehre machen,weil spaß machts wirklich nicht mit den dingern durch die gegend zu latschen ;) damit erreicht man durchaus die performance eines desktoprechners.
mit der dockingstation kannst du dir aber die hardware einzelnd tauschen,bisher muss das ganze notebook gewechselt werden (mxm-karten haben sich nicht wirklich durchgesetzt und den ram auszubauen hilft auch nur in den seltensten fällen ;) ).
die dockingstation ist eigtl. auch für leute gedacht die zuhause spielen, jedoch auch ein notebook auf der arbeit/uni/etc... brauchen.
aber du hast recht,es ist in der tat fast ein 2trechner für zuhause ;)
1.) dmo60 06.04.2008 - 17:30 Uhr
hmm wieso kauft man sich dann nicht einfach getrennt einen laptop für unterwegs und einen desktop-pc für zu hause? Grafikkarte, Festplatte, netzteil usw in ner dockingstation? das ist doch dann eh schon ein kompletter rechner... habs noch nicht ganz verstanden glaub ich...