Intel Nehalem: Weitere offizielle Details

IntelObwohl die neue Intel-Architektur erst gegen Ende dieses Jahres offiziell in Erscheinung tritt, konnten derweil eine Menge an Informationen nach außen dringen. So ist unter anderem bekannt, dass "Nehalem" über ein serielles Interface die Verbindung zum Speicher halten wird (CSI, integrierter Speichercontroller), bis zu acht Kerne besitzt und SMT (HyperThreading) unterstützt. Andere Informationen, wie unter anderem der Cache-Ausbau, waren bisher eher Gerüchte. Mit einigen räumte Intel nun auf und warf gleich eine menge andere in den Raum:

Intel Nehalem: Feature-Übersicht

So bestätigte Intel die geplante, neue Cache-Aufteilung. Demnach sollen jedem Kern 256 KiB L2-Cache zur Verfügung stehen, darüber hinaus wird es einen 8 MiB fassenden L3-Cache geben, auf den alle Kerne zugreifen können. Damit setzt man jene Cache-Aufteilung ein, die AMD bereits bei der K10-Architektur für sich entdeckte.

Wie Intel weiter verriet, ist die geringe L2-Cache-Größe weniger problematisch, da Daten zwischen CPU und Speicher durch das serielle Interface wesentlich schneller hin- und hertransportiert werden können als beispielsweise noch über den FSB. Ebenfalls interessant ist, dass Daten - anders als bei AMD - im L3-Cache auch redundant vorliegen. Dies scheint auf den ersten Blick ineffizient, läuft der Cache doch so deutlich schneller voll. Intels Hintergedanke: Durch den SMP-Betrieb ist der Verwaltungsaufwand deutlich geringer. Und sowieso: So schnell sollten 8 MiB nicht volllaufen und damit zum Flaschenhals werden, Intel hat den L3-Cache also bewusst sehr groß gewählt.

Intel Nehalem: Cache-System

Weitere Neuerungen des "Nehalem" sind, wie Intel bestätigte, eine zweistufige Translation-Lookaside-Buffer (TLB), neue Branchprediction- und Prefetching-Units sowie weitere SSE-Befehle, die man unter der Bezeichnung SSE4.2 fasst. Jene neuen Befehle sollen insbesondere Stringverarbeitungen beschleunigen; als Einsatzgebiet werden XML-Dokumente genannt.

Abschließend bestätigte man unterdessen die Entwicklung des Triple-Channel-Memory-Controller, welcher Speicher bis zu DDR3-1333 aufnehmen können soll und damit eine schier unglaubliche Bandbreite von 32 GiB/s erreicht, was einer glatten Verdopplung der Speicherbandbreite zum aktuellen FSB1600-Standard gleichkommt. Man schränkte jedoch ein, dass dieses hochwertige Interface - zumindest vorerst - den Xeons vorbehalten sei. An dieser Stelle darf jedoch auch munter spekuliert werden, ob nicht auch die Extreme Edition in diesen Genuss kommen werden. Die massetauglichen "Nehalem"-Prozesoren werden über ein Dual-Channel-Interface verfügen, wie auch aktuelle Phenom-Prozessoren, und ausschließlich DDR3-Speicher aufnehmen können.

Ob der horrenden Preise mag der ein oder andere etwas zurückschrecken, doch prophezeit Intel bis Ende dieses Jahres einen preislichen Gleichstand zwischen DDR2 und DDR3. Analysten halten diese Theorie allerdings für sehr optimistisch und eher utopisch. Spätestens 2009 sollten aber auch ihrer Meinung nach preisliche Differenzen zwischen den Speichertypen weitesgehend ausgeräumt sein und bekanntlich wird "Nehalem" auch erst in jenem Jahr flächendeckend erhältlich sein. Insofern ist das Setzen auf DDR3-Speicher vollkommen in Ordnung; den Kauf von neuem Speicher kann Intel seinen Kunden an dieser Stelle jedoch nicht ersparen.


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4 Kommentare

4.) KonKorT 21.03.2008 - 14:01 Uhr
Ein erstes Modell hat mal laut CPU-Z mit 2,13 GHz getaktet. Prinzipiell tappt man da aber noch im Dunklen.
3.) Duplex 21.03.2008 - 11:52 Uhr
weis jemand vllt die Taktraten von nehalem ?
2.) bingomatik 19.03.2008 - 21:01 Uhr
Mal abwarten ob sich das mit dem Controllere wirklich befürwortet.
Hauptsache die neue Generation von CPu sin schneller besser und billiger als die vor 10 Jahren.
1.) UltraXFX-92 19.03.2008 - 16:09 Uhr
Hört sich an wie ein AMD Clon :twisted:

Trotzdem geiles Stück Hardware