nForce 790i - Frischfleisch für Enthusiasten

IntelNachdem mit Intels X38-und X48-Chipsätzen die ersten DDR3 Speichermodule in Betrieb genommen werden konnten und nun auch offiziell ein Front Side Bus von 400 MHz (FSB1600) unterstützt wurde, musste Nvidia spätestens jetzt nachlegen - und das hat man nun eindrucksvoll mit dem neuen Enthusiastenchipsatz nForce 790i getan. Jener Chipsatz vereint Features wie DDR3, FSB1600 und PCIe 2.0 nun endlich auch mit potenter SLI-Fähigkeit, welche Intels Chipsätze - ausgenommen Skulltrail (eine andere Geschichte) - nicht bieten.

nForce 790i Hauptplatine

Des Weiteren kann nVidias nForce 790i mit Fähigkeiten wie EPP 2.0, einem verbesserten Speicher-Controller, DASP 4.0 (Senkung von Zugriffslatenzen) und der neuen Technology "PWShort", welche die Kommunikation zwischen CPU und GPU beschleunigt, aufwarten und weiß durchaus zu beeindrucken. Denn auch das Übertaktungspotenzial des innovativen Chipsatzes soll gigantisch sein: Laut Nvidia ist ein stabiler Betrieb mit FSB2400 kein Problem, was bei einem Mainstream-Prozessor wie dem Core 2 Duo E8200 eine CPU-Taktfrequenz von 4,8 GHz bedeuten würde - auch wenn mindestens einer der beiden Kerne höchstwahrscheinlich schon wesentlich früher limitiert. Außerdem verfügt Nvidias neuer Chipsatz über die SATA2-Unterstützung, Dual-Gigabit-LAN und, wie bereits erwähnt, über den vollen Support von PCIe 2.0.

Es wird allerdings gleich zwei verschiedene 790i-Chipsätze geben: Und zwar den nForce 790i SLI und den nForce 790i Ultra SLI, welche sich nur sehr geringfügig voneinander unterscheiden. Ersterer wird maximal DDR3-1333-Module unterstützen; die Ultra-Variante soll DDR3 Speicher aufnehmen, der eine sagenhafte Taktfrequenz von bis zu effektiven 2000 MHz bieten soll.

nForce 790i Spezifikationsgrafik

Diese Grafik verschafft eine sehr gute Übersicht bezüglich des 790i und seinen Features, zu denen auch Nvidias offener Standard ESA, welcher praktisch das Management über alle Komponenten übernimmt, gehört.

Letztendlich können wir Nvidia nur loben, dass man solch einen Superboliden, der wirklich nichts zu wünschen übrig lässt (sieht man von AMDs CrossFire-Unterstützung ab), am Start hat. Aber bei Bestpreisen ab 250 Euro bleibt Nvidias nForce 790i wohl nur den größten Enthusiasten vorbehalten. Der Otto-Normal-Verbraucher muss sich wohl mit günstigeren Chipsätzen begnügen, welche zwar nur geringfügig weniger Leistung aufbieten, dafür aber wesentlich weniger Feinheiten besitzen.


Kommentar schreiben

  • Loggen Sie sich oben mit ihren Benutzerdaten ein, um Kommentare zu verfassen.
  • Falls Sie noch kein Mitglied sind, können Sie sich in unserem Forum registrieren.

4 Kommentare

4.) Duplex 19.03.2008 - 21:09 Uhr
jop bei mir steht auch 2500mhz FSB an und ich kann nur auf 1700mhz hochfahren leider
3.) bingomatik 19.03.2008 - 20:08 Uhr
@Luck Luck
deine Rechnung ist ein lustiges Beispiel. Du könntest das gleiche mit einem Tacho von einm Fahrzeug sagen nähmlich das dieser bis auf 300 zeigt aber nur 200 fährt.
2.) Phenocore 19.03.2008 - 07:48 Uhr
Korrektur: Kein Hybrid-SLI-Support!
"HybridPower unterstützen die neuen und alten Nvidia-Chipsätze für Intel-CPUs nicht – das bleibt wohl vorerst den Nvidia-Chipsätzen für AMD-Prozessoren vorbehalten."
http://www.heise.de/newsticker/Nvidia-p ... ung/105233
1.) Luk Luk 19.03.2008 - 02:23 Uhr
Sieht geil aus. Ist garantiert sein Geld wert, wenn es so gut übertaktbar ist: 2,4GHz FSB / 4 = 600MHz! 600MHz*9 = 5,4GHz für meinen E6600. Theorethisch möglich, praktisch aber niemals machbar mit meinem E6600 :D