Intel Skulltrail: Es bewegt sich etwas...

IntelAm 4. Februar dieses Jahres stellte Intel seine "Gamer"-Plattform "Skulltrail" vor. Die an absolute Enthusiasten gerichtete Plattform konnte jedoch nicht den geringsten Ansprüchen gerecht werden. Die Kollegen von "ComputerBase" mussten aufgrund technischer Ungereimtheiten einen geplanten Test platzen lassen und die Kollegen von "Tom's Hardware" brachten einen der negativsten Intel-Tests vergangener Jahre zu Papier. Intel reagierte teils erbost auf die Artikel und forderte eine genauere Untersuchung. Es schien, als ignoriere man die offensichtlichen Probleme der Plattform, doch allmählich lenkt Intel ein und es kommt Bewegung ins Spiel.

So kündigte man nun an, bis zum 3. April eine neue, verbesserte Revision seines "Problem"-Boards "D5400XS" anzubieten und diese dann auch in den Handel zu führen, denn bislang existierte die Platine nur auf dem Papier bzw. wurde vor wenigen Wochen von einigen Redaktionen durch den Kakao gezogen.

Die Änderungen beziehen sich nicht allein auf ein neues BIOS, welches Hauptübel des schlechten Eindrucks war, sondern auch auf erneuerte Bauteile, worunter ein neuer Kühler der Southbridge fällt. Der bisherige drehte unter Last - und dieser Zustand war offenbar permanent - stets bei sehr geräuschempfindlichen 6000 U/Min, der neue Kühler soll maximal auf bis zu 3600 U/Min aufdrehen. Weiter wurden Kondensatoren ausgetauscht bzw. vergrößert. Ob diese zu mehr Systemstabilität beitragen sollen, bleibt offen.

Darüber hinaus wird die Platine zum 3. April standardmäßig mit dem auf Mitte Februar datierten BIOS "0926" ausgeliefert, welches die gröbsten der zum Launch aufgetratenen Fehler lösen soll. Dem Changelog ist zu entnehmen, dass sich die Stabilität stark gesteigert haben soll und darüber hinaus Probleme mit der Lüftersteuerung - Lüfter immer unter Volllast - behoben sein sollen. Nachdem man zunächst die Kritik nicht wahrhaben wollte, scheint man allmählich getreu dem Motto "der Klügere gibt nach" einzulenken.

Man kann es Intel nur positiv anrechnen, dass sie diese Platine bislang zurückgehalten haben und entsprechende Änderungen vorgenommen haben, damit der spätere Käufer tatsächlich ein einigermaßen ausgereiftes Produkt erwirtschaftet. Für einen Preis von 500 Euro darf man allerdings auch Qualitätsansprüche stellen.


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