Intel "Larrabee": AMD- und Nvidia-Konkurrent

IntelOb allein aus dem Grund, dass sich Konkurrent AMD eine Grafiksparte einverleibt hat, die schnelle, diskrete Grafiklösungen produziert, oder schlicht deswegen, weil man hier einen Markt sieht, den man neu erschließen kann - man weiß es nicht: Feststeht, dass Intel 2010 seinen bereits seit einigen Jahren in der Entwicklung befindlichen Grafikchip "Larrabee" vorstellen wird. Einsatzgebiete des Chips, so Intel selbst, sind neben wissenschaftlichem Rechnungen und Visualisierungen auch Anwendungen im Bereich Gesundheit und Analyse.

Dass der Chip aber auch in Konkurrenz zu den aktuellen 3D-Beschleunigern stehen wird, ließ man so noch nicht verlauten, bestenfalls auf dem letztjährigen IDF andeuten. Auf einem Analysetreffen in den USA machte man nun aber Nägel mit Köpfen und gab offiziell das zu, was viele bereits seit langem mutmaßten: "Larrabee" wird ein Grafikchip werden, welcher neben den oben aufgeführten Bereichen auch in der Sparte "Gaming, Graphics Media" sein Unwesen treiben wird. Nachdem der Chip zwischenzeitlich bereits 2008 vermutet wurde, hieß es jüngst, dass der Chip nicht vor Ende 2009 zu erwarten wäre. Die Verantwortlichen sprechen nun gar von Anfang 2010.

Intel "Larrabee": Neue Grafikkartenarchitektur

Intels Grafikchip, "Larrabee", ist streng genommen ein Prozessor bzw. weiß man bisher zur Realisierung, dass 16 Mini-Prozessor-Kerne zum Einsatz kommen werden, welche jeweils 4-faches Multithreading unterstützen und damit bis zu 64 virtuelle Kerne bereitstellen. Leistungsmäßig darf man einiges von "Larrabee" erwarten, kündigte Intel doch an, die Performance seiner integrierten Grafiklösungen bis 2010 zu verzehnfachen. Diese Leistung sollte "Larrabee" also so oder so aufbringen. Der in 45nm-gefertigte Grafikchip soll darüber hinaus auf PCI-Express 2.0 setzen und somit theoretisch in selbst aktuelle Platinen Unterschlupf finden. Die Leistungsaufnahme liegt vermutlich bei rund 150 Watt und läge damit auf ähnlichem Niveau wie heutige High-End-Chips.

Ob Intel tatsächlich den Sprung schafft und im Sektor der diskreten Grafiklösungen Fuß fasst, bleibt abzuwarten. Insbesondere die Treiber lassen bei Intel aber noch sehr zu wünschen übrig - blickt man auf die der aktuellen, integrierten Grafiklösungen - und sind neben der reinen Performance sicherlich ein weiterer Aspekt, auf den ein potentieller Kunde achten wird. Intel hat jedoch zweifelsohne das Budget, sich diejenigen Leute zu angeln, die gezielt die Entwicklung vorantreiben können und womöglich durch jahrelange Mitarbeit bei AMD oder Nvidia das nötige Know-How mitbringen. Wir sind gespannt, inwiefern aus dem Zwei- ein Dreikampf werden wird.


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1 Kommentar

1.) bingomatik 12.03.2008 - 20:22 Uhr
Ja, es wird sich viel ändern in den nächsten Jahren.
Ich hoffe das dies auch die 2D Lösung sein (5 Watt betrieb).