AMD: Dual-Core Sempron in Asien gesichtet

AMDMulti-Core ist in. So genannte Single-Core-CPUs, die über Jahrzehnte den Markt prägten, sind fast vollständig von der Bildfläche verschwunden. Einzig die Low-Cost-Sparten der jeweiligen Prozessorentwickler, also Celeron (Intel) und Sempron (AMD), bieten weiterhin standardmäßig einen CPU-Kern pro CPU. Dass aber auch diese Namen nicht zwangsläufig für einen Kern stehen müssen, beweiste Intel mit der Einführung der Celeron E1x00-Serie im Januar, die bis heute jedoch nur aus einem Modell besteht (E1200).

Ob aus diesem Grund oder einfach der eigenen Überzeugung, dass sich ein Dual-Core Prozessor im Low-Budget-Markt gut verkauft, hat AMD still und heimlich in Asien den so genannten Sempron 2100+ unters Volk gemischt. Hierbei handelt es sich um eine Dual-Core-CPU, die pro Kern mit 1800 MHz arbeitet und über einen auf 256 KiB verkleinerten L2-Cache verfügt. Obwohl auch die HyperTransport-Geschwindigkeit von 1000- auf 800 MHz herabgesetzt wurde, basiert sie auf dem aktuellen Sockel AM2 und wird auch im modernen 65nm-Verfahren gefertigt.

AMD Sempron 2100+-Verpackung

Da die CPU in Asien bereits weite Bahnen gezogen hat, sind auch schon diverse Tests des neusten AMD-Kinds aufgetaucht. Diese zeigen, dass man sich dem X2 3600+ (2,0 GHz, 256 KiB) logischerweise unterordnet, allerdings dem Celeron E1200 (1,6 GHz) erstaunlich oft paroli bieten kann, sich in der Summe sogar davor platziert. Zurückgeführt werden kann diese Tatsache eigentlich nur auf den schwachen Cache-Ausbau der Celeron-CPU, der bei der Intel Core-Mikroarchitektur prompt bestraft wird. Denn normalerweise hebt die leistungsstärkere Intel-Architektur einen Taktunterschied von 200 MHz spielend auf.

Dass es sich beim Sempron 2100+ um eine absolute Billig-CPU handelt, steht quasi schon jetzt fest. Denn der X2 3600+ wechselt hierzulande bereits ab 30 Euro den Besitzer, für den langsameren Celeron E1200 müssen immerhin 40 Euro bezahlt werden. Theoretisch hat es AMD also absolut nicht nötig, gegen den E1200 zu sticheln, weswegen eine Markteinführung außerhalb Asiens auch als relativ unwahrscheinlich gilt.


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1 Kommentar

1.) bingomatik 24.02.2008 - 18:01 Uhr
Warum auch nicht. Die Leistung für Büroapplikationen ist hier locker gegeben.