GeForce 8 erhält PhysX-Unterstützung

NvidiaAm 4. Februar war es offiziell: Nvidia verleibt sich die Physik-Firma Ageia ein. Kurz darauf führten bereits die Kollegen von "Fudzilla" ein interessantes Interview mit Ageia, allerdings konnte man zum damaligen Zeitpunkt noch nicht klären, inwiefern der Besitzer einer Nvidia-Karte letztendlich Nutzen aus der Übernahme ziehen kann. Diesbezüglich meldete sich nun Nvidia-CEO Jen-Hsun Huang in einem Konferenzgespräch zu Wort:

Die Nvidia-Spitze verkündete, dass man zurzeit fieberhaft daran arbeite, die PhysX-Engine auf CUDA, die Nvidia Programmierumgebung für die Nutzung von GPGPU auf GeForce-8- und 9-Karten, zu portieren. Damit dürfte die Physik-Leistung der Nvidia-GPUs nachträglich kräftig gesteigert werden können. Auch Lösungen mit drei Grafikkarten würden für den potentiellen Käufer dadurch wieder interessanter, so Huang.

"We're working toward the physics-engine-to-CUDA port as we speak. And we intend to throw a lot of resources at it. You know, I wouldn't be surprised if it helps our GPU sales even in advance of [the port's completion]. The reason is, [it's] just gonna be a software download. Every single GPU that is CUDA-enabled will be able to run the physics engine when it comes. Every one of our GeForce 8-series GPUs runs CUDA. Our expectation is that this is gonna encourage people to buy even better GPUs. It might - and probably will - encourage people to buy a second GPU for their SLI slot. And for the highest-end gamer, it will encourage them to buy three GPUs. Potentially two for graphics and one for physics, or one for graphics and two for physics."

Nvidia erhofft sich von der schnellen Portierung, den Kauf seiner GPUs einmal mehr ankurbeln zu können. Währenddessen wirkt AMD wie bestellt, aber nicht abgeholt. Nachdem bereits Intel AMD Havok vor der Nase weggeschnappt hat, ist nun auch der Deal - vermutlich aus finanziellen Gründen - mit Ageia geplatzt.


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10 Kommentare

10.) bingomatik 17.02.2008 - 15:53 Uhr
Nichts für ungut...lol-
9.) Luk Luk 17.02.2008 - 00:48 Uhr
Ok :P
Nächstes Mal bin ich sehr kurz. Wollte einmal wissenschaftlich sein :(
8.) bingomatik 16.02.2008 - 23:05 Uhr
Du hast es besser erklärt wie Ich!
Nur wollte Ich in dem Fall keine Details von dieser Technik erklärt haben.
7.) Luk Luk 16.02.2008 - 19:47 Uhr
Und wie hab ichs erklärt?
6.) bingomatik 16.02.2008 - 18:59 Uhr
Also auf Deutsch : Es liegt am Urheberrecht so etwas zu tun.
Man kan dies auch auf Behinderten Deutsch erklären : Die Technik gibt es schon aber deren umsetzung scheitert am Patent.
5.) Luk Luk 16.02.2008 - 18:20 Uhr
bingomatik:
Physikberechnungen mittels Software... (?)
Das alleine reicht...(?)
Das würde bedeuten das jetzige Kerne schon dafür ausgelegt sind es aber bisher an der umsetzung per Software scheiterte ? Warum scheiterte es bisher daran ?
Liegt es am urheberrecht einer CUDA-Engine ? Ich nein kapitto...

1. + 2. + 3. + 4.^^ Die DirectX 10 API ermöglicht frei programmierbare Kerne, das bedeutet auch das "Unified Shader" (siehe DirectX 9.0c, "Pixel Shader" oder "Vertex Shader").


Siehe Zitat:
"Pixel-, Vertex- und Geometry-Shadereinheiten dürfen nicht als vom Rest getrennte Recheneinheiten (wie bspw. Koprozessoren) verstanden werden, sondern als fester Teil des Grafikchips innerhalb seiner Rendering-Pipelines. So ist der Vertex-Shader lediglich eine programmierbare T&L-Einheit, der Pixel-Shader entstand historisch aus dem Combiner – der genaue Aufbau der Shader-Hardware ist geheim. Konformität dieser Shader-Einheiten zu den Standards DirectX und OpenGL wird über den Grafiktreiber hergestellt.

Da sich die Funktionalität von Vertex- und Pixel-Shadern mit der Zeit immer weiter erhöhten, wurde letztlich das Konzept der Unified Shader entwickelt, bei dem der hardwareseitige Unterschied zwischen Vertex-, Pixel- und Geometry-Shader verschwindet. Hierbei können alle Shader-Einheiten des Grafikchips nun dieselben Operationen ausführen, womit eine feste Trennung zwischen den drei Shader-Typen nicht mehr sinnvoll ist. In Folge dessen kann nun der Grafiktreiber selbst entscheiden, welche Shader-Einheit zu welchem Zeitpunkt als Vertex-, als Pixel- oder als Geometry-Shader eingesetzt wird, was potenziell eine bessere Leistungsausbeute als bei Grafikkarten mit fest eingeteilten Shader-Typen bedeutet.
"


Die Kerne können sowohl Grafik-, als auch Physikberechnungen durchführen. Allerdings lag PhysiX unter Ageia, und deshalb konnten die Grafikkartenhersteller nicht auf diese Programmierung zurückgreifen, um die Grafikkarte die Berechnungen der PhysiX Engine zu ermöglichen. Dies hat sich jetzt durch die Übernahme durch nVidia geändert. Jetzt können Treiber geschrieben werden, die der Grafikkarten ermöglichen PhysiX zu berechnen.

Quelle: Wikipedia
4.) bingomatik 16.02.2008 - 17:14 Uhr
Physikberechnungen mittels Software... (?)
Das alleine reicht...(?)
Das würde bedeuten das jetzige Kerne schon dafür ausgelegt sind es aber bisher an der umsetzung per Software scheiterte ? Warum scheiterte es bisher daran ?
Liegt es am urheberrecht einer CUDA-Engine ? Ich nein kapitto...
3.) Luk Luk 16.02.2008 - 16:58 Uhr
Leider hab ich eine ATi :(
2.) KonKorT 16.02.2008 - 13:44 Uhr
Ja, es wird irgendwann Software von Nvidia geben, die Du nur installieren musst.
1.) Luk Luk 16.02.2008 - 13:07 Uhr
GeForce 8? Kommen also bald Treiber, die die Cores auf Physikberechnungen ändern, ohne, dass man neue Karten braucht?
ATi geht wohl wieder ein Stück unter. Wer will schon eine Grafikkarte, die kaum Physikberechnungen macht?