AMD Fusion: Keine neue Architektur

AMDSeitdem AMD ankündigte, dass man an einem Chip arbeite, welcher CPU und GPU in einem vereine, verfolgte die Öffentlichkeit hellhörig jenes Projekt, das unter der Bezeichnung "Bulldozer" begann und vor kurzem in "Swift" umgetauft wurde. Gerüchten war in der Vergangenheit zu entnehmen, dass "Fusion", so der spätere Verkaufsname, eine vollkommen neuartige Prozessorarchitektur ist. Mit diesem Gerücht räumte Patrick Moorhead von AMD nun jedoch auf.

AMD Fusion wird alle Marktsektoren bedienen

Demnach basiere der "Fusion" auf einer stark überarbeiteten Phenom-Architektur. Erste in 45nm-gefertigte Prozessoren werden über zwei Kerne verfügen, von denen ersterer als CPU und zweiterer als GPU fungiert. Somit wird der Southbridge lediglich die Verbindung zu den Laufwerken sowie der Außenwelt zugeteilt, während sämtliche Grafikprozesse durch die Northbridge ausgeführt werden. Durch die Verbesserung der K10-Technologie soll der Prozessor eine wesentlich geringere Verlustleistung besitzen und somit besonders für den mobilen Markt zum Einsatz kommen.

Nach dem Erscheinen von "Fusion" (zu Beginn 2009) ist es laut AMD nur eine Frage der Zeit, bis erste Triple- oder Quad-Core-Varianten folgen werden. Intel plant unterdessen ähnlich. So wird es auf Basis der vermutlich noch dieses Jahr vorgestellten Nehalem-Architektur ebenfalls CPU/GPU-Lösungen geben. In der ersten Jahreshälfte 2009 steht mit "Havendale" die erste Intel Dual-Core-CPU auf dem Programm, welche über eine integrierte Grafikeinheit verfügt. Es wird künftig also nicht mehr nur darum gehen, wer die schnelleren Prozessoren fertigt, sondern auch wer die schnelleren, integrierten Grafiklösungen entwickelt.


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