Intel bezieht Stellung zu den Vorwürfen der EU

UnternehmenWie wir im Juli des letzten Jahres berichteten, befindet sich Intel immer noch auf der Klagebank. Dem Großunternehmen wird vom EU-Gericht vorgeworfen, sich durch spezielle Handlungen (z.B. Vereinbarungen mit lokalen Händlern oder radikale Senkung der europäischen Preise) einen wirtschaftlichen Vorteil gegenüber der Konkurrenz (hauptsächlich AMD) ergattert zu haben, was laut dem europäischen Gesetz als nicht legal gilt.

Intel sollte schon damals zu den Vorfällen und Anschuldigungen Stellungnahme beziehen, tat dies aber erst nach mehreren Aufschiebungen am Anfang dieses Jahres. So ist Intel von der eigenen Unschuld überzeugt und verlangt eine Anhörung, bei der Beweise gegen das Unternehmen vorgelegt werden sollen.

Experten rechnen Intel jedoch keine großen Chancen aus, denn die gesetzeswidrigen Vorfälle liegen klar auf der Hand, einer Strafe werden sich die Kalifornier vermutlich auf jeden Fall unterziehen müssen. Schlimmstenfalls muss Intel 10 Prozent seines in diesem Jahr erwirtschafteten Umsatzes (geschätzte 4 Milliarden US-Dollar) zahlen. Zwar geriete der Konzern dadurch nicht in eine finanzielle Krise, dennoch eine beträchtliche Summe, die der Truppe rund um Paul Ottelini Schmerzen bereiten dürfte.


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