Nvidia stellt nForce-700a-Serie offiziell vor

AMD Mit ein wenig Verspätung trafen nun auch die nForce-700a-Chipsätze im Zuge der Eröffnung der Consumer Electronics Show (CES) ein. Sie splitten sich in drei Gruppen auf und decken damit das gesamte Marktsegment ab. Während der nForce 780a SLI die Enthusiasten bedienen soll, ist der nForce 750a SLI für den klassischen Gamer; der nForce 730a ist eher im Mid-End-Sektor anzutreffen, der fehlende SLI-Support suggeriert dies bereits.

Nvidia nForce-700a-Serie

Die mitunter größte Neuerung ist die marktübergreifende Unterstützung für Hybrid-SLI. Alle drei Chipsätze haben eine integrierte Grafiklösung namens GeForce 8200 intus. Diese ist leistungsmäßig laut Nvidia ihrem Namen einzuordnen, dementsprechend unter dem Niveau einer GeForce 8400 GS. Genauere Infos bleibt der kalifornische Konzern vorerst schuldig.

Zwar unterstützen alle drei Chipsätze Hybrid-SLI, das dortige "GeForce Boost"-Feature, bei dem im 3D-Modus die integrierte Grafiklösung zusammen mit der Diskreten per Alternate Frame Rendering arbeitet, lässt sich jedoch nur bedingt nutzen. So gibt Nvidia an, dass dieses Feature lediglich möglich sei, wenn man als diskrete Grafiklösung eine GeForce 8400 GS oder 8500 GT bereitstelle. Alle anderen Nvidia-Karten würden deutlich schneller als die integrierte Grafiklösung sein und damit nur von dieser ausgebremst werden. Während also "GeForce Boost" eher selten Nutzen bringt - im mobilen Sektor ist dieses Feature natürlich "Gold" wert -, ist "Hybrid Power", ebenfalls ein Feature von Hybrid-SLI, ein Muss für jeden Sparfuchs.

Nvidia Hybrid-Power und Auswirkungen bei Triple-SLI-System

"Hybrid Power" wirkt im ersten Moment wie ein abgespecktes "GeForce Boost", denn die integrierte Grafik hilft nicht der diskreten Grafik. Bei potenten Karten ist dies aber ein Segen, da "GeForce Boost", wie im oberen Abschnitt erläutert, nur mit gleichstarken Grafikkarten anwendbar ist. Ist man beispielsweise im Besitz von drei GeForce-8800-Ultra-Karten (Triple-SLI) und surft im Internet, so werden völlig unnötig bis zu 400 Watt Energie ausgestoßen. Dank "Hybrid Power" würden sich jedoch alle drei GPUs abschalten und die integrierte Grafik würde das Zepter übernehmen. Nvidia zeigt dieses extreme Beispiel auf Folien und rechnet mit 400 Watt Energieeinsparung! Die integrierte Grafiklösung würde beim Surfen vermutlich deutlich unter 10 Watt schlucken.

Ansonsten bietet die nForce-7-Serie gegenüber ihrem Vorgänger wenige Neuerungen. Durch den Sockel AM2+ sind alle Stromsparfeatures der Phenom-Prozessoren freigeschaltet; ebenso bietet die nForce-700a-Serie volle HyperTransport-3.0-Unterstützung, ist damit also bestens auf die neuen AMD Quad-Core-Prozessoren eingestellt. Zu guter Letzt sollte noch die Unterstützung von PCI-Express 2.0, welche zum Vorgänger ebenfalls ein Novum darstellt, erwähnt werden.

Nvidia nForce-700a-Serie

Untereinander werden sich die Chipsätze nur durch eine unterschiedliche Anzahl an Grafikkarten-Slots unterscheiden. Während der 780a SLI bis zu drei bereitstellt, und damit auch Triple-SLI realisieren lässt, sind auf dem 750a SLI und 730a jeweils nur zwei respekte einer untergebracht. Preislich soll der 780a SLI in Regionen von 250 US-Dollar und mehr vorstoßen, der 750a SLI scheint bereits für weniger als den halben Preis zu haben, 120 US-Dollar; der 730a wird ab 80 US-Dollar gehandelt werden.

Entsprechende Platinen werden in den aktuellen Preisvergleichen noch nicht geführt, vermutlich werden aber noch diesen Monat die Boardpartner ihre Platinen vorführen und kurz darauf in die Preislisten aufnehmen lassen. Ob noch diesen Monat erste Boards in den Handel kommen, ist ungewiss.


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