ASRock: P35-Board unterstützt FSB1600

IntelWar die Tochterfirma Asus', ASRock, bisweilen eher dafür bekannt, im Low-Cost-Sektor günstige Einsteiger-Platinen zu produzieren, scheint zumindest ein kleiner Richtungswechsel durch die Ankündigung der so genannten "4Core1600P35-Wifi+"-Platine in Sicht. Die derzeit noch nicht in Preisvergleichen gelistete Platine holt den FSB1600, der eigentlich den sündhaft teuren X48-Platinen vorbehalten ist, auf den Mainstream-Chipsatz P35 und hat noch einige andere Überraschungen zu bieten.

ASRock 4Core1600P35-Wifi

ASRocks neuste Kreation basiert, wie der Name schon unschwer erkennen lässt, auf Intels P35-Chipsatz und bietet dementsprechend Support für die aktuellen und künftigen Core 2 Duo- und Quad-Produkte. Besonders, zumindest für einen Low-Cost-Hersteller wie ASRock, ist bereits die CrossFire-Tauglichkeit. Doch das "4Core1600P35-Wifi" kann noch so einiges mehr: Gleichzeitige Unterstützung von DDR2- und DDR3-Speicher gehört ebenso zum Repoirtaire der Platine. Insgesamt sechs Speicherbänke befinden sich auf dem Board, vier können für DDR2-Speicher (max. 8 GiB DDR2-1066) genutzt werden, zwei für DDR3-Speicher (max. 4 GiB DDR3-1333).

Die sicherlich größte und bislang auch einzigartige Neuerung ist der FSB1600-Support. Offiziell wird dieser zwar nur für die kommende Extreme-Edition QX9770 benötigt, allerdings gestaltet sich das Übertakten aktueller, taktfreudiger FSB1333-Prozessoren wesentlich sorgenfreier, wenn man die FSB1600-Garantie im Nacken hat. Einziger Chipsatz, der laut Intel offiziell FSB1600 im Desktop-Sektor unterstützt, ist der X48, welcher erst träge den Markt erreicht und das auch noch zu stark überteuerten Preisen. Ebenfalls Unterstützung für den FSB1600 liefert der X38, wenngleich auf inoffiziellerweise. Die meisten Mainboardhersteller haben per Bios-Update die Freigabe des FSB1600 erteilt, Intel selbst stuft den X38 jedoch weiter mit FSB1333-Support ein.

Wann, und vor allen Dingen zu welchem Preis, das ASRock-Board den Markt bewandert, steht noch aus. Möglicherweise bahnt sich jedoch hier eine richtige Alternative zu den teuren X38- und X48-Platinen an. Weiter wird interessant sein, ob es sich hierbei um die sprichwörtliche Ringeltaube handelt oder ASRock künftig weitere High-End-Produkte vorstellen wird und damit quasi für hauseigene Konkurrenz sorgt. Bisher war dieser Sektor nämlich ein Steckenpferd von Asus.


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5 Kommentare

5.) Streamline 03.01.2008 - 01:15 Uhr
Wieso sollte sie?
Ich habe eher gegenteiligen Eindruck ... wobei der auch subjektiv ist.
4.) Luk Luk 03.01.2008 - 00:40 Uhr
Aber die Fehlerquote ist höher als bei anderen Herstellern, oder?
3.) Streamline 02.01.2008 - 23:37 Uhr
Asrock bietet wunderbare Qualität und ein tolles Preis-Leistungs-Verhältnis. Aber vorallem haben die gute Ingenieure die sich auch etwas trauen.
Was natürlich nicht heißt, dass die fehlerfrei sind bzw. jedes Board automatisch Klasse ist.
2.) KonKorT 02.01.2008 - 23:20 Uhr
Ganz so schlimm steht es ja um ASRock nicht, speziell die Aussage mit den 80% dürfte so nicht korrekt sein. ;)
Ich halte das Board schon für eine interessante Alternative, wenn denn der Preis stimmt. Und Gott sei Dank kann man sich ja vor dem Kauf informieren, ob tatsächlich schwerwiegende Probleme vorhanden sind.
1.) Luk Luk 02.01.2008 - 22:25 Uhr
Seit wann kann ASRock Qualität bieten?

Ich glaube, ich würde nie, auch wenn die Features so toll sind, auf ASRock umsteigen. Bestimmt funktionieren wieder nur 80% aller ASRock Boards.