AMD: Verspäten sich schnellere Phenoms?

AMDGeht es nach den Kollegen von "DigiTimes", wird AMD seine Pechsträhne ins neue Jahr mitnehmen. So wird berichtet, dass sich das sehnsüchtig erwartete B3-Stepping des Phenom, welches unter anderem den TLB-Bug ausmerzt, weiter verspätet und vermutlich erst im zweiten Quartal 2008 zur Serienreife gebracht werden kann. Konkret bedeutet dies, dass bis zum zweiten Quartal 2008 keine schnelleren Phenom-Modelle, die man bitter nötig hätte, um wieder schwarze Zahlen zu schreiben, zu erwarten sind.

Ursprünglich sollten zum ersten Quartal 2008 die Modelle Phenom 9700 (2,4 GHz) und 9900 (2,6 GHz) an den Start gehen. Da aber anscheinend immer noch keine allübergreifende Lösung für den TLB-Bug, welcher im L2-Cache schlummert, gefunden werden konnte und man derzeit das Problem nur mittels eines Bios-Updates, welches die TLB-Einheit deaktiviert, umgehen kann (bis zu 50 Prozent Performanceverlust), sind die Modelle bis auf weiteres verschoben.

Das sich hinauszögernde B3-Stepping überwirft AMDs komplette Roadmap. Denn die für März angekündigte Phenom 8000er Reihe (Triple-Core) sollte von vornherein im aktualisierten B3-Stepping auflaufen, um keine weiteren, defekten CPUs in den Handel zu bringen. Da sich dieses aber nun verzögert und man sich eine Verspätung der gewinnlockenden Triple-Core-Prozessoren wirtschaftlich nicht erlauben kann, wird man, so "DigiTimes" weiter, im März "defekte" Triple-Core-Prozessoren (B2-Stepping) verkaufen.

So sollen es im März die CPUs Phenom 8400 (2,1 GHz) und 8600 (2,3 GHz) sein, die in den Einzelhandel gelangen. Im zweiten Quartal sollen diese dann von den bereinigten B3-Stepping-Prozessoren Phenom 8450 (2,1 GHz), 8650 (2,3 GHz) sowie 8700 (2,4 GHz) abgelöst werden. Alle fünf Modelle werden über eine TDP von 95 Watt verfügen und über den gewohnten Cache-Ausbau der K10-Architektur verfügen, sprich, 512 KiB L2-Cache pro Kern sowie 2 MiB shared L3-Cache.


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3 Kommentare

3.) Streamline 27.12.2007 - 21:50 Uhr
Wenn die Käufer von dem Bug aber nix wissen, bemerken sie ihn auch nicht. Und heutzutage sind in jedem Prozessor haufenweise Errata (man schaue sich mal aktuelle Dokumentationen an!), nur sind sie eben völlig unrelevant. Dieser Fehler konnte eben unter bestimmten seltenen Umständen nachgewiesen werden, von einem Auftreten in einem Real-World-Szenarion habe ich aber noch nicht gelesen.
2.) KonKorT 27.12.2007 - 13:06 Uhr
Stimmt. Das sie dies trotzdem machen, zeigt einmal mehr wie wirtschaftlich bedrohlich deren Situation ist.
1.) touly 27.12.2007 - 12:15 Uhr
ich find das irgendwie ne schweinerei dem nichtsahnenden kunden defekte cpus zu verkaufen, denn die miesten käufer wissen es nicht