AMD Hybrid-CrossFire ab März 2008

AMD Als Reaktion auf nVidias Stromspartechnologie Hybrid-SLI wird AMD ab März 2008 Hybrid-CrossFire ins Feld führen. Die an den mobilen Sektor gerichtete Technologie soll in der Theorie genauso arbeiten wie Hybrid-SLI, also Energie sparen, indem wahlweise auf einen integrierten oder diskreten plus integrierten Grafikchip zurückgegriffen wird.

Der eigentliche Nutzen dieser Lösung - der Name verrät es schon -, ist, dass wahlweise zwischen voller Leistung bzw. voller Akkulaufzeit gewählt werden kann, indem entweder der integrierte Grafikchip alleine arbeitet oder zusammen im CrossFire-Modus mit der diskreten Grafiklösung. Die erste Revision der für März 2008 erwarteten Hybrid-CrossFire-Technologie wird aber genau dieses Feature vermissen lassen. So sind stets beide Grafikkarten voll im Einsatz und die Stromersparnis ist gleich null. Des Weiteren ist die diskrete Grafiklösung stark von der Integrierten abhängig, denn sie muss leistngsmäßig in etwa auf einem Niveau liegen.

AMDs erster Chipsatz, der Hybrid-CrossFire unterstützen wird, ist der AMD 780G. Er wird über einen verhältnismäßig leistungsstarken, integrierten RV610-Kern verfügen, welcher in etwa auf dem Niveau einer handelsüblichen HD 2400 Pro anzusiedeln ist. AMD verspricht so eine drei- bis viermal höhere Performance als beim derzeitigen AMD-Chipsatz 690G. Darüber hinaus sollen als diskrete Karten die Low- bzw. Mid-End Karten HD 3450 und HD 3470 eingesetzt werden können. Diese sind der direkte Nachfolger der HD-2400-Serie und entsprechend auch ungefähr gleichschnell. Schnellere Grafiklösungen, wie beispielsweise die HD-3800-Karten, können, wie angesprochen, nicht eingesetzt werden bzw. bringen keinen Nutzen.

Beim Einsatz zweier Karten wird vermutlich die "Alternate-Frame-Rendering"-Methode zur Erzeugung des Bildes genutzt. AMD verspricht durch die Kopplung zweier Grafikchips eine rund 40- bis 70 Prozent höhere Performance in aktuellen Titeln wie Call of Duty 4, Crysis oder auch Unreal-Tournament 3.

Insgesamt ist die AMD-Technologie in ihren jetzigen Möglichkeiten aber eine herbe Enttäuschung, denn zum einen verschafft sie nicht den gewünschten wirtschaftlichen Nutzen - das im Namen steckende "Hybrid" ist ein Trugschluss und reine Medienmache - und zum anderen ist man stark dadurch eingeschränkt, dass die diskrete Grafiklösung vorgeschrieben ist bzw. leistungsmäßig ähnlich zur Integrierten sein muss. AMD scheint aus jüngsten Fehlern nicht gelernt zu haben und wird dem Kunden im März 2008 eine bestenfalls "halbherzige" Hybrid-Technologie bereitstellen.


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