Intel Nehalem zunächst ohne integrierte Grafik

IntelWährend AMD jüngst seine neue Architektur vorstellte, an dessen Taktfrequenz man noch fleißig tüfftelt, liegt Intels letztes Architektur-Update schon ein Weilchen zurück. Denn obgleich der Penryn über diverse Neuerungen verfügt, prinzipiell basiert er noch immer auf der Core-Mikroarchitektur. Wer Intels vollmundige Versprechungen vor der Vorstellung jener Architektur gehört hat, weiß, dass nach zwei Jahren das Versprechen einer neuen Architektur eingelöst werden muss. Dazu stehe man noch immer, bekräftigte Intel erst kürzlich und macht damit Mut, dass Nehalem - so der Name der neuen Architektur - noch 2008 auf den Markt kommt.

Eine der mitunter größten Neuerungen Nehalems, abgesehen vom integrierten Dreikanal-Speichercontroller, wird die integrierte Grafikeinheit werden. Diese befand sich bislang stets auf dem Mainboard-Chipsatz. Mit Nehalem möchte Intel die Grafikeinheit auf den Prozessor wandern lassen und damit vorzugsweise den mobilen Sektor bedienen, denn so viel steht schon jetzt fest: Von der integrierten Grafiklösung darf man keine 3D-Rekorde erwarten; es wird sich um eine Low-Cost Grafikkarte handeln, die vermutlich aber auch Aero-fähig sein wird.

Einer neuen, inoffiziellen Produktfolie aus Asien ist nun zu entnehmen, dass Nehalem vorerst ohne integrierte Grafikeinheit antreten wird, da wie üblich zu erst der Server-, Desktop- und erst abschließend der Mobile-Sektor bedient wird. So ist dem inoffiziellen Intel-Fahrplan zu entnehmen, dass die neue Architektur Ende 2008 mit "Bloomfield", einem vierkernigen Server-Prozessor, debütieren wird. Darauf soll im ersten Halbjahr 2009 "Lynnfield", ein Acht-Kern-Prozessor für den Server- oder Desktop-Sektor folgen, ehe im vermutlich ebenfalls ersten Halbjahr "Auburndale", eine mobile Dual-Core-CPU mit integrierter Grafik, Einzug hält.

Interessanterweise wird zu jenem Zeitpunkt aber auch der AMD Fusion, welcher ebenfalls über eine integrierte Grafikeinheit im Prozessor verfügen wird, erwartet. Inwiefern dieser "Auburndale" das Fürchten lehren kann, bleibt abzuwarten. Bisherigen Informationen zufolge soll es sich aber beim Fusion um eine Quad-Core-CPU handeln, womit AMD - sofern die Prozessoren zum selben Zeitpunkt erscheinen würden - einen entschiedenen Vorteil hätte. Bis 2009 kann jedoch noch eine Menge passieren und es ist fraglich, ob die beiden Prozessorfertiger die selbstgesteckten Ziele zeitlich erreichen können.


Kommentar schreiben

  • Loggen Sie sich oben mit ihren Benutzerdaten ein, um Kommentare zu verfassen.
  • Falls Sie noch kein Mitglied sind, können Sie sich in unserem Forum registrieren.

0 Kommentare