AGP-Port feiert dritten Frühling

NvidiaAuch wenn viele den Accelerated Graphics Port bereits totgesagt haben und die IT-Industrie mit Nachdruck auf das Ende der AGP-Schnittstelle hinarbeitet, will sich das Anhängsel aus einer längst vergangenen Zeit nicht unterkriegen lassen. Schenkt man den Kollegen von tech.co.uk glauben, die sich wiederum auf eine Aussage von Stefanie Summerfield (Vertriebsdirektorin bei PNY) beziehen, wird der AGP-Port noch lange unter uns weilen.

Laut den Aussagen von Frau Summerfield sollen noch immer rund 50 Prozent der verkauften Grafikkarten von PNY mit einer AGP-Schnittstelle ausgestattet sein. Ein Ende des AGP-Boom soll noch nicht absehbar sein. Die Vertriebsdirektorin selbst rechnet noch mindestens ein Jahr mit einer starken Nachfrage des Accelerated Graphics Ports. Ein durchaus überraschendes Ergebnis, wenn man bedenkt, dass viele schon vor rund drei Jahren das Ende des AGP-Interfaces heraufbeschworen haben.

Weiter ist in der Meldung von tech.co.uk zu lesen, dass eine Anfrage seitens PNY an NVIDIA bezüglich einer AGP-Variante der GeForce 8800 GT negativ ausfiel. Grund hierfür soll sein, dass die Karte bereits auf PCI Express 2.0 setzt und eine Abwärtskompatibilität daher schwierig zu realisieren sei. Sprich man müsste wahrscheinlich erst einmal eine neue Version der hauseigenen AGP-Bridge entwickeln. ATi hingegen liebäugelt noch mit einer Vorstellung der Radeon HD 3850 auf AGP-Basis.


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3 Kommentare

3.) Sevo 19.11.2007 - 10:15 Uhr
Auch wenn ich manchmal die Hände über dem Kopf zusammenschlage, was für eine Vorstellung unser Hausnachbar von Hardware hat (er meinte, PCIe wäre noch nicht so verbreitet, aber das zu einem Zeitpunkt, als es aber schon längst den Markt übernommen hatte) musste sogar er am letzten Donnerstag zugeben, dass er sich nie nochmal ne AGP Karte kaufen würde, weil das kaum noch aufm Markt ist und wenn doch, dann zu teuer (für seinen Geschmack)

In meiner Familie hat mittlerweile auch keiner mehr AGP (3 Rechner), ich denke, die Schnittstelle hat einfach ausgedient. Mieze hat recht, aufrüsten in die Richtung lohnt meist net mehr, wer ein AGP Board hat, hat wahrscheinlich auch nicht gerade einen berauschenden Prozessor, was das komplette Umrüsten sehr attraktiv macht.
2.) boarderluki 19.11.2007 - 09:18 Uhr
ich find aber recht gut das etwas beständigkeit noch vorhanden ist. sonst kann man sich nun wirklich alle 2 wochen ne neue kiste zulegen!
Soll doch noch weiter AGP karten hergestellt werden, für leute wie uns, die alle auf PCIe sezten ist das doch eh egal, ob es noch weiter AGP karten geben wird...
Aber die X1950Xt die es gibt, und so ziemlich die beste AGP karte dargestelt hat (oder immer noch darstellt) war auch nicht teurer als die PCIe variante ca 190€...
1.) mieze 19.11.2007 - 02:01 Uhr
Nostalgie in allen Ehren, aber so langsam wirds echt tragisch. Besonders an einem sich der am sich schnellst Entwickelten Märkte überhaupt. Erst die geringeren Taktraten der AGP-Versionen, dann noch der erhöhte Preis aufgrund wesentlich geringerer Absatzzahlen (Das aber auch nur mal als kleine Nebenrechnung zu der eigentlichen Tatsache des unglaublichen Alters).
Ich kenne noch 2 Leute, die ein AGP-System haben - keiner von beiden zieht es auch nur im entferntesten in Erwägung, sich eine neue AGP Karte zu kaufen. Da wird ein neues Komplettsystem geholt. Wer investiert denn noch in überteuerte Vergangenheitsprodukte...ich verstehs echt nicht, obwohl ich einer der jenigen bin, die den Sinn von Pcie 2.0 bezweifeln (nur erhöhte Bandbreite, keine doppelt so hohe Stromversorgung möglich!) und noch einige Zeit ins Land vergehen lassen ehe ein entsprechendes MoBo gekauft wird.