nVidia stellt 8800 GT 256 MiB offiziell vor

AMDZeitgleich mit der Vorstellung der ATi HD 3000er Serie, in Form der HD 3850 und HD 3870, hat nVidia still und heimlich die 8800 GT mit halbierter Speichergröße, also 256 MiB, vorgestellt. Die Karte, welche ansonsten dieselben technischen Spezifikationen wie die 8800 GT mit 512 MiB Texturspeicher besitzt, scheint ein strategischer Schachzug gegen die Radeon HD 3850 256 MiB.

Die Radeon HD 3850 256 MiB erfreut sich auch einen Tag nach ihrer Vorstellung noch einer überschaubaren Verfügbarkeit. So sind Modelle von PowerColor und Sapphire bereits in einigen Shops zu erschwinglichen Preisen von 169 Euro erhältlich; das günstigste Angebot beträgt gerade einmal 147 Euro. Durch den aggresiven Preis ist nVidia in arge Not geraten oder wäre es zumindest, wenn man nicht noch kurzerhand die 8800 GT 256 MiB aus dem Ärmel geschüttelt hätte, denn der 150-Euro-Sektor ist eigentlich Revier der weitaus schwächeren 8600 GTS, welche im Laufe der Wochen in die 100-Euro-Zone verbannt werden sollte, denn die 8800 GT 256 MiB wird ihren Posten beerben und damit in direkter Konkurrenz zur HD 3850 256 MiB stehen.

Derzeit muss sich die 8800 GT 256 MiB aber noch mit einem ähnlichen Problem rumschlagen, wie ihr großer Bruder: Es mangelt schlicht an der Verfügbarkeit. Bislang sind überhaupt erst zwei 8800-GT-256-MiB-Karten (beide XFX) anzutreffen, verfügbar ist noch keine und der Preis beginnt ab 172 Euro. Ob sich im Laufe der Woche noch ein paar weitere Partner neben XFX dazu gesellen, ist unklar. Spätestens zum 3. Dezember, mit der Vorstellung des zweiten G92-Chips, sollten aber die Lieferengpässe des G92 überwunden sein.

Obwohl noch keine Benchmarks vorliegen, darf man der 8800 GT 256 MiB bereits vorab eine bessere Performance als der HD 3850 256 MiB attestieren. Denn die HD 3850 256 MiB spielt leistungsmäßig eher in der Rolle von HD 2900 Pro oder auch 8800 GTS 320. Überbewerten sollte man den Vorsprung der 8800 GT 256 MiB aber auch nicht, es sollte sich durchschnittlich um rund 10 Prozent handeln, so dass die HD 3850 256 MiB angesichts anderer Vorzüge immer noch eine "gute" Kaufoption bleibt. Des Weiteren sollte berücksichtigt werden, dass ATi mit der Treiberentwicklung der HD 3000er Serie noch am Anfang steht. Aufgrund der lediglich leicht abgeänderten R600-Architektur sollte man zwar keine Quantensprünge erwarten, das eine oder andere Quäntchen Mehrperformance sollte man aber noch auf der Rechnung haben.


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