Neue GeForce 8800 GTS verfügbar und getestet

NvidiaSpätestens seit der Vorstellung der 8800 GT ist klar, dass nVidia handeln muss und wird, um die mittlerweile 1 Jahr alte 8800 GTS am Markt weiterhin zu rechtfertigen. Bislang ist sie einer 8800 GT gnadenlos unterlegen und verbraucht wegen des Einsatzes der "alten" 90nm-Technik sogar noch mehr Energie. Um die 8800 GTS weiterhin attraktiv zu halten, haben sich die Kalifornier als Übergangslösung für eine Aufstockung der Shadereinheiten von 96 auf 112 sowie einer Anhebung der Taktraten von 500/1200/800 MHz zu 575/1350/900 MHz entschieden, ehe später, Anfang Dezember, eine brandneue 8800 GTS auf Basis des G92, jenem 65nm-Chip, der bereits bei der 8800 GT eingesetzt wird, folgen soll.

EVGA GeForce 8800 GTS SSC-Edition

Jene GeForce 8800 GTS mit mehr Shadereinheiten sowie höheren Taktraten wird seit gestern Nachmittag in bislang zwei Online-Shops zu Preisen von 370 Euro gelistet und ist überraschenderweise sogar schon erhältlich. Konkret handelt es sich um die "EVGA GeForce 8800 GTS SSC". Andere nVidia-Partner haben entsprechend überarbeitete 8800-GTS-Chips noch nicht angekündigt, sollten dies aber spätestens zum Launch, der für den 19. November vorgesehen ist, getan haben. Wobei erwähnt werden sollte, dass die verbesserte 8800 GTS möglicherweise klammheimlich eingeführt wird, ohne großes Tamtam, da sich nVidia bereits bewusst ist, Anfang Dezember besagte 8800 GTS auf Basis des G92-Chip vorzustellen und das Chaos nur mittelschwer halten will.

. 8800 GTS 8800 GTS SSC 8800 GT 8800 GTX
Codename G80 G80 G92 G80
Verfahren 90 nm 90 nm 65 nm 90 nm
Transistoren 681 Mio. 681 Mio. 754 Mio. 681 Mio.
Die-Größe 484 mm² 484 mm² 289 mm² 484 mm²
Chiptakt 500 MHz 575 MHz 600 MHz 575 MHz
Shadertakt 1.200 MHz 1.350 MHz 1.500 MHz 1.350 MHz
Speichertakt 800 MHz 900 MHz 900 MHz 900 MHz
Speicherinterface 320 Bit 320 Bit 256 Bit 384 Bit
TMUs 48 56 56 64
TAUs 24 28 56 32
Streamprozessoren 96 112 112 128
Speichergröße 320/640 MiB 640 MiB 512 MiB 768 MiB
Speicherbandbreite 64,0 GB/s 72,0 GB/s 57,6 GB/s 86,4 GB/s
Texelfüllrate 24.000 MT/s 32.200 MT/s 33.600 MT/s 36.800 MT/s
FLOPs (MADD/MUL) 346 GFlops 454 GFlops 508 GFlops 518 GFlops


Die Kollegen von "Hardware Canucks" haben sich bereits vorab eine "EVGA GeForce 8800 GTS SSC" ergattern können und diese einem ausführlichen Test unterzogen. Insbesondere der Vergleich zur 8800 GT war spannend, verfügen doch beide Chips über 112 Shadereinheiten und sind fast taktgleich. Durch den größeren Texturspeicher (640 MiB statt 512 MiB) sowie das breitere Speicherinterface (320-Bit statt 256-Bit) erwartete man, dass die neue 8800 GTS an der 8800 GT vorbeiziehen würde - so will es nVidia schließlich auch. Die Benchmarks zeigten aber teils überraschende Ergebnisse: In der Summe liegt die "8800 GTS SSC" zwar vor der 8800 GT, öfter als gedacht kann sich letztgenannter aber in Szene setzen. Hier dürfte ihre erhöhte Shaderpower, bedingt durch den höheren Shadertakt, nicht zueletzt dran Schuld sein.

EVGA GeForce 8800 GTS SSC-Edition

Alle GeForce-8800-Chips, sei es 8800 GT, 8800 GTS SSC sowie 8800 GTX liegen leistungsmäßig unheimlich eng beeinander, unterscheiden sich allerdings bei den Preisen gewaltig. Während für die 8800 GT rund 250 Euro hingelegt werden müssen - wäre die Verfügbarkeit besser, würde die Karte sogar für 200 Euro über die Ladentheke wandern -, sind es bei der 8800 GTS SSC immerhin 370 Euro, bei der 8800 GTX sogar 420 Euro. Wäre das nicht schon deutlich genug, hat die 8800 GT auch noch den Vorteil der geringeren Leistungsaufnahme sowie des verbesserten Videoprozessors auf ihrer Seite gepachtet. Wermutstropfen ist momentan noch die Verfügbarkeit, welche weiterhin mangelhaft ist. Ansonsten ist sie ihren zwei hauseigenen Konkurrenten bei weitem überlegen und jederzeit vorzuziehen.


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