Microsoft packt aus: Alle Windows-„7“-Details

MicrosoftBald ist es ein knappes Jahr her, dass Microsoft den Startschuss für Windows Vista gegeben hat. Ein erstes Service-Pack steht bereits vor der Tür und auch ansonsten konnte Microsoft die selbstgesteckten Erwartungen für das erste Vista-Jahr nach eigenen Angaben voll erfüllen. Zwar gibt es gelegentlich noch Reibereien wegen den Verkaufszahlen, alles in allem spielt die Zeit Vista aber in die Karten, wie wir auch unseren internen Statistiken entnehmen können. Monat für Monat holt Vista auf und besitzt nunmehr sogar einen Marktanteil auf Hardware-Infos von satten 15 Prozent, Windows XP kommt zwar immer noch auf 78 Prozent, verliert aber wie gesagt stetig.

Obwohl also das Geschäft mit Windows Vista allmählich ankurbelt und auch Firmen den Umstieg wagen, ist Microsoft bereits stark auf die Entwicklung des Nachfolgers, Windows „7“, konzentriert und peilt dessen Veröffentlichung bereits 2010 an. Details zum kommenden Microsoft-Betriebssystem gab es bisher wenige. Nun meldete sich Stephen Chapman von UXEvangelist zu Wort. Bereits bei der damaligen Entwickung von Windows XP und Vista war Chapman stark involviert und konnte vorab einige Details verraten.

In einem Blog-Eintrag ratterte Chapman die komplette Palette durch und ließ kein Detail des kommenden Windows außer Acht. Zu aller erst verriet er Microsoft-Verkaufsstrategien beim neuen Windows. Demnach wird Microsoft erneut zahlreiche Versionen anbieten, insbesondere die Starter-Edition, welche an Entwicklungsländer geht, sowie die Business-Edition, welche auf die Bedürfnisse der Firmenkunden abgeschnitten ist. Konkret nannte Chapman die weiteren, zurzeit bei Vista vorhandenen Varianten zwar nicht, dennoch gibt er zu Protokoll, dass Microsoft die mit Vista eingeführte Strategie bei Windows „7“ weiter fortführen wird.

An oberster Stelle bei der Entwicklung des neuen Windows steht - wer hätte es anders gedacht - abermals die Sicherheit. Ziel ist es diesmal nicht nur, dass sicherste Windows aller Zeiten hervorzuzaubern, man strebt an, dass allgemein sicherste Betriebssystem der Welt zu kreieren und spielt damit auf die zunehmende Konkurrenz in Form von Linux und Mac OS X an. Insbesondere die mit Vista eingeführten Tools BitLocker und EFS sollen in Windows „7“ stark verbessert und erweitert worden sein. Des Weiteren soll in Windows „7“ eine neuartige Firewall-Plattform Einzug halten, die diverse Schutztechnologien (Anti-Viren, FireWall, SpyWare) kombiniert und somit den bestmöglichen Schutz für Windows-Anwender sicherstellt.

In welchem Gewand sich Windows „7“ zeigen wird, darüber herrscht momentan noch große Uneinigkeit. Wird man sich vom lang gepflegten Windows Explorer samt Taskleiste verabschieden und einen völlig neuen Weg gehen? Sicher scheint derzeit lediglich, dass das Finden und Organisieren von Dateien einfacher gestaltet wird und Mediainhalte dem Nutzer noch näher als je zuvor gebracht werden können. Inwiefern letztendlich der Gedanke ausgesponnen wird, bleibt abzuwarten.

Ein weiteres Ziel von Windows „7“ ist es, den Support bzw. allgemein auftretende Probleme mit einem Betriebssystem zu minimieren, vielleicht sogar komplett auszuschalten. Dazu hilft einerseits die angeblich einmalige Abwärtskompatibilität des Betriebssystems. So sollen ältere Anwendungen, die auch mit Windows XP und Vista liefen, problemlos unter Windows „7“ funktionieren; der Umstieg aufs neue Betriebssystem soll sich also weitaus leichter gestalten als beispielsweise noch von Windows XP auf Vista. Andererseits wird ein erweitertes Diagnosesystem versprochen, das so intelligent arbeiten soll, dass selbst Laien Windows jederzeit wieder unter ihre Gewalt bekommen.

Was mit Windows Vista bereits schon ansatzweise funktioniert, soll unter Windows „7“ perfektioniert werden: Gemeint ist die Windows-Update-Funktion. Künftig sollen dort nicht nur mehr hauseigene Updates per Knopfdruck heruntergeladen und installiert werden können, auch neue Software von Drittanbietern, vor allen Dingen Treiber, sollen bequem vom Betriebssystem erkannt werden und entsprechend durchgeführt werden. Selbstverständlich wird es auch im kommenden Windows wieder möglich sein, diesen Dienst zu deaktivieren.

Bezüglich des Plug-and-Play Verhalten des Betriebssystem soll es ebenfalls starke Verbesserungen geben. Insbesondere der Umgang mit PnP-Geräten soll vereinfacht werden. Großen Wert möchte man unterdessen auf drahtlose Kommunikation legen, darunter fällt beispielsweise die simultane Nutzung mehrerer Wireless-Lan-Technologien bei mehreren Verbindungen. Insbesondere an ersterer Technologie scheinen die Redmonder in diesen Tagen stark zu entwickeln.

Man darf festhalten, dass Microsoft mit Windows „7“ erneut einige Innovationen ins Betriebssystem einfließen lassen will und gleichzeitig vorhandene verbessern möchte. Der veranschlagte Launchzeitpunkt, 2010, scheint vielen aber etwas zu optimistisch ausgemalt. Entweder Microsoft wird, wie schon bei Vista gesehen, einige Features streichen müssen oder die Veröffentlichung um ein paar Monate, vielleicht sogar Jahre verschieben. Wir werden für Sie die Entwicklung des kommenden Windows im Auge behalten und berichten, sobald sich Neuigkeiten ergeben.


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