Radeon HD 3850 AGP im Anmarsch

AMDVor zwei Jahren sah es so aus, als sei der AGP-Markt endgültig tot: Nvidia hatte mit der Geforce 7800 GS noch einmal eine letzte Upgrademöglichkeit für Nutzer mit AGP-Systemen präsentiert und weitere Produkte mit höherer Performance schienen nicht mehr in Planung. ATI hingegen stellte sogar gar keinen Ableger des R520 auf AGP-Basis mehr vor. Bei den Refresh-Serien G71 und R580 war von AGP nichts mehr zu lesen.

In einem Interview auf der Cebit 2006 wurde uns von Nvidia bestätigt, dass die Geforce-7800-Serie eingestellt werde. Allerdings wären noch Chips vorhanden, um die AGP-Schiene abzudecken, so Nvidia. Scheinbar sollte hier der Endpunkt in der möglichen Performance für AGP aufgezeichnet sein und auch die Entwicklungen bei ATI bestätigten dies.

Mit der Übernahme durch AMD scheint sich hier allerdings einiges geändert zu haben: Nachdem kurz darauf einige Radeon-X1950-Produkte für AGP erschienen, war dies schon ersichtlich, und auch die Radeon-HD-2000-Karten bestätigten dies. Nun scheint AMD dem Ganzen noch die Krone aufsetzen zu wollen und wird nach Informationen des Inquirers eine AGP-Version ihrer neuen Radeon HD 3850 vorstellen.

Mit dem RV670 sollte dies vom Stromverbrauch möglich werden: Bis zu 35 Watt bietet der Slot selber und für die weitere Versorgung ist ein 6-Pin-PCI-Express-Stecker auf der Grafikkarte vorhanden, für den allerdings gleich auch ein Adapter auf den 4-Pin-Molex-Stecker vorhanden ist.

Natürlich wird auch dieses Modell die Vorzüge des neuen Grafikchips RV670 mitbringen: So ist die Hardware voll DirectX10.1-fähig und bietet per Adapter einen HDMI-Anschluss sowie einen DVI-zu-VGA-Adapter. Ob die Treiber die neue Schnittstelle sofort unterstützen werden, ist eine andere Frage, für die aktuellen Serien sind die Treiber bisher jedenfalls lediglich angekündigt. Fotografien von dem AGP-Modell sind leider noch nicht aufgetaucht, in der Anlehnung zur PCI-Express Radeon HD 3850 wird die Karte aber wohl mit einem Single-Slot-Kühler ausgeliefert.

Wie bei neueren AGP-Modellen üblich, ist für die Kommunikation über die ältere Schnittstelle ein Bridge-Chip verantwortlich, der ATI Rialto genannt wird. Nvidias aktuelle Generation scheint durch ihren aktuellen Brückenchip nicht mehr unterstützt zu werden, weswegen ein Neuer entwickelt wird. Selbst will Nvidia aber keine AGP-Karten mehr vorstellen.


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2 Kommentare

2.) Streamline 06.11.2007 - 23:21 Uhr
Naja, auf manchen 939-Plattformen mit Dual-Core-CPU könnte das schon in Ordnung gehen.
1.) p.a.t.r.o.n 06.11.2007 - 23:09 Uhr
Ich finde es vollkommen unnötig

Die AGP gurke wir doch alles limitieren