Asus und Gigabyte: Mainboards für AM2+

AMD Nachdem MSI mit dem K9A2 Platinum bereits vor rund einem Monat ein Mainboard auf Basis des AMD-790FX-Chipsatz - und damit mit vollem AM2+-Support - vorgestellt hat, zogen heute nun Asus und Gigabyte mit Präsentationen nach. Dabei finden sich auch Hauptplatinen, welche nicht auf den AMD 790FX setzen: Asus zeigt mit dem M3A ein Modell, welches auf dem AMD 770 basiert und Gigabyte mit dem GA-MA790X-DS4 ein Mainboard, welches mit dem günstigeren der beiden High-End-Chipsätze, dem AMD 790X, ausgestattet ist.

Gigabyte GA-MA790X-DS4

Insbesondere bei den günstigeren Mainboards fällt auf, dass die Chipsatzkühler relativ einfach gehalten sind. Dass die Southbridge SB600, welcher bei allen hier vorgestellten Mainboards eingesetzt wird, eine sehr geringe Leistungsaufnahme hat, ist bereits bekannt. Anscheinend gilt das auch für die neuen Northbridges, die bereits im 65nm-Prozess hergestellt werden, was für Chipsätze noch relativ modern ist. Der AMD 770 wird AMDs neue Mainstreamlösung ohne integrierte Grafik; er unterstützt wie alle heute vorgestellten Chipsätze HyperTransport 3.0 (reale 2000 MHz, oft als HT4000 angegeben da HT bidirektional ist) und bis zu 16 GiB DDR2-1066 (mehr als DDR2-800 nur mit Phenom-CPUs). Als weiteres, neues Features kommt ein PCI-Express-Anschluss der zweiten Generation dazu.

Asus M3A32-MVP Deluxe/Wifi-AP

AMD 790FX und AMD 790X ähneln sich stark, der Unterschied besteht lediglich in der Anzahl der PCI-Express-Lanes, die die Northbridge zur Verfügung stellt. Während mit dem AMD 790X maximal zwei PCI-Express-2.0-Anschlüsse mit 8 Lanes machbar sind (was der Bandbreite von 2x PCI-Express 1.0 x16 entspricht), sind mit dem AMD790 FX vier PCIe-x8-Anschlüsse oder zwei Anschlüsse mit 16 Lanes möglich - auch hier wird die zweite Generation PCI-Express genutzt. Ansonsten bieten die Mainboards mit diesen Chipsätzen neben den Features des AMD 770 oft noch zusätzliche Anschlüsse oder ausgefallene Kühlvarianten, wie an dem Asus M3A32-MVP Deluxe/Wifi-AP ersichtlich. Bei diesem kann über das Heatpipe-System sogar der Arbeitsspeicher mitangebunden werden. Inwiefern dies sinnvoll ist, kann noch nicht endgültig geklärt werden.

Zusätzlich zu den bereits erwähnten Chipsätzen wird AMD zeitnah auch eine Northbridge mit integrierter DirectX9-Grafik vorstellen, die mit der SB600 gekoppelt wird und dann vermutlich AMD 740G/740V heißt. In nur wenigen Monaten wird außerdem die neue Southbridge AMD SB700 sowie ein IGP mit DirectX10 (AMD 780G/780V?) erwartet. Doch auch andere Chipsatzhersteller werden Produkte präsentieren, von Nvidia ist bereits bekannt, dass eine nforce-7-Serie den Markt für Sockel AM2+ erobern soll. Auch von SiS sind Chipsätze zu erwarten, vom ehemaligen Marktführer für AMD-Chipsätze VIA ist dagegen noch nichts bekannt.


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4 Kommentare

4.) mieze 06.11.2007 - 12:27 Uhr
Jo, das ist schon klar - habe meine frage nicht spezifisch auf diese boards gerichtet, sondern auf die AM2+ Boards generell - hab die frage zu ungenau gestellt, sorry - habt natürlich recht ^^''
3.) Luk Luk 06.11.2007 - 07:07 Uhr
Phenocore:
SLI=nVidia; Crossfire=AMD/ATI


Intel macht auch nur Crossfire
2.) Phenocore 06.11.2007 - 00:05 Uhr
SLI=nVidia; Crossfire=AMD/ATI

Für HybridSLI brauchst du ein Mainboard mit Chipsatz von nVidia und nicht von AMD/ATI
1.) mieze 05.11.2007 - 22:54 Uhr
Unterstützen diese Boards denn schon Hybrid-SLI ?
Ist doch für Ende dieses jahres angekündigt gewesen, weshalb es nahe liegt, dass diese Boards das jetzt schon unterstützen (Oder hat ich da was entscheidendes verpasst??). Jedenfalls steht im Artikel nichts von Hybrid-SLI, wo es doch zur größten Innovation des Energiesparens zählt, was angesichts des Stromhungers heutiger Grafikboliden alles andere als unwesentlich ist. ^^