199-Dollar-PC von VIA und Google

UnternehmenDer US-amerikanische Konzern Walmart, der bis vor einem Jahr auch versuchte in Deutschland Fuß zu fassen, hat seit kurzem einen neuen, sehr günstigen Fertig-PC im Angebot, welcher mit viel Google-Software und VIA-Hardware sich deutlich von "üblichen" PC-Angeboten unterscheidet. Dabei soll er mit einem Preis von 199 US-Dollar (ca. 140 Euro ohne Steuern und Zölle) konkurrenzfähig sein.

Die Kernkomponenten des PCs liefert dabei VIA: Nicht nur der Chipsatz und die integrierte Grafikeinheit wird bereitgestellt, sondern auch der Prozessor. Konkret handelt es sich um einen VIA C7 mit 1.500 MHz Takt. Der L2-Cache ist 128 Kibibyte groß (der L1-Cache mit Daten und Instruktionen ebenfalls), der FSB liegt bei 533 MHz (quadpumped). Trotz der nicht mehr hochaktuellen 90nm-SOI-Fertigung bei IBM macht diese CPU mit einer TDP von lediglich 12 Watt auf sich aufmerksam, des Weiteren unterstützt sie ebenfalls SSE3. Dass der Prozessor zu einem Nischenprodukt geworden ist, liegt wohl neben der geringen Marktoffensive VIAs an seiner eingeschränkten Performance, die aber für allgemeine Office-Aufgaben wie in diesem PC noch ausreichen sollten.

Der Everex Green gPC TC2502 kostet lediglich 199 US-Dollar.

Ausgerüstet ist er mit einer 80-GB-Festplatte und 512 MiB DDR2-RAM, das Mainboard würde dabei bis zu zwei GiB unterstützen. Das integrierte Laufwerk kann DVDs lesen und CDs brennen, ein DVD-Brenner wird aber nicht mitgeliefert. 6 USB-2.0-Anschlüsse dürften für die meisten Anwender hingegen genügen, und auch die 100 MBit-Ethernet-Anbindug dürfte die Ansprüche der meisten Anwender erfüllen.

Interessant an diesem PC ist auch, dass Google anscheinend einen kleinen Teil zuzahlt und dafür in einem so genannten "Dock" Verknüpfungen zu bekannten Google-Diensten wie Google Mail, Google Docs, Google Maps oder Youtube hinterlegt. Die Linux-Distribution, welche unter dem Namen "gOS" herausgegeben wird, stellt einen Abkömmling von Ubuntu 7.10 dar. Mit dem bereits installierten OpenOffice unterstreicht der Hersteller den Charakter als Office-PC. Ob es auch ein ähnliches Angebot außerhalb Amerikas geben wird, ist noch nicht bekannt.


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