AMD Overdrive: Volle Kontrolle über K10 Phenom

AMDIn wenigen Wochen wird AMD die langersehnte neue Mikroarchitektur (K10) auf den Desktop-Sektor adaptieren. Erste Samples und damit auch Benchmarks sind bereits in diversen Foren sowie bei manchen Redaktionen zu erspähen. Der Eindruck ist dabei oft derselbe: Die K10 Mikroarchitektur ist in etwa mit der Pro/MHz-Leistung der Core Mikroarchitektur ausgestattet, verbraucht allerdings in der Praxis teils bedeutend weniger Energie.

Im Vorfeld lockte AMD Optimierer und Sparfüchse damit, dass sich jeder einzelne Kern mit separatem Takt und separater Spannung betrieben ließe. Was sich bislang lediglich in wüsten Pressefolien nüchtern las, zeigt sich nun in der Praxis: AMD Overdrive, so der Name des AMD-Tools, welches über die Betriebsoberfläche ein problemloses Ansteuern der einzelnen Kerne ermöglicht. Doch damit nicht genug: Für jede CPU kann sogar noch ein individueller Multiplikator gewählt werden. Anscheinend sind beim AMD Phenom alle Multiplikatoren offen!

AMD Overdrive: Das Tool für den Phenom X2/X3/X4 und FX

Dadurch, dass sich die einzelnen Kerne mit unterschiedlichen Taktraten ansteuern lassen, kann man insbesondere in Single-Threaded Anwendungen durch Übertakten eine hohe Leistung erzielen. Man kann praktisch jeden der vier Kerne austesten und sich den taktfreudigsten heraussuchen, um diesem dann Single-Threaded Anwendungen zuzuweisen.

Ein derzeitiges Problem beim Übertakten von Multi-Core CPUs ist es, dass man als Maximaltakt lediglich den des schwächsten Kerns nutzen kann. Ist man beispielsweise im Besitz eines aktuellen Intel Quad-Core Prozessors und einer der vier Kerne kommt über eine Taktfrequenz von 3,0 GHz nicht hinaus, ist das der Maximaltakt, wenngleich die anderen drei Kerne vielleicht mühelos 3,4 GHz und mehr geschafft hätten. Das Problem gehört mit K10 der Vergangenheit; wesentlich feineres optimieren/justieren ist möglich.


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6 Kommentare

6.) Sennahos 03.11.2007 - 05:39 Uhr
hoffentlich lassen sich die phenom teile dann auch gut takten, wär so geil dann...
5.) KodeX 01.11.2007 - 16:00 Uhr
Wunderbar :)
4.) KonKorT 31.10.2007 - 22:22 Uhr
Ich glaube, dass es auch so eine Funktion gibt. ;)

Schau mal näher auf das Bild, "Stability Test" und "Auto Clocking" klingen zumindest stark nach einer automatischen Übertaktung.
3.) KodeX 31.10.2007 - 20:05 Uhr
Auf der Abbildung hat man wohl den Referenztrakt von 200 MHz auf 266 MHz gehoben und unten die Multiplikatoren eingestellt... Wäre noch besser, wenn die Software die ideale Taktfrequenz jedes einzelnen Kerns automatisch ermitteln würde.
2.) Stangmar 31.10.2007 - 20:01 Uhr
und wenn man mal hinsieht bei current speed seh ich da ganz eindeutig 3,3 ghz das lässt doch hoffen dass AMD dieses problem wirklich üüberwunden hat
1.) KodeX 31.10.2007 - 19:48 Uhr
Ein offener Multiplikator? Das ist mir neu, aber es hört sich wahnsinnig gut an. Wer beschwert sich denn da noch, dass man CPUs mit höherer Taktfrequenz erst 2008 rausbringt, wenn man doch anhand des Multiplikators nahezu alles simulieren kann. Und das ganz erinfach per Software...