Nachfolger der Radeon HD 2400 in Sichtweite

AMDDadurch, dass die gesamte Hardware-Welt gespannt dem Launch des RV670 entgegenfiebert, gerät der ebenfalls bald erscheinende RV620 zu Unrecht in den Hintergrund. Der vermutliche Nachfolger der erfolgreichen Radeon HD 2400 Serie könnte nVidia abermals einen Tick voraus sein und damit die mittlerweile fast schuldenlosen Kassen der AMD Grafikkartensparte auffüllen.

RV620 Leistungsfolie

Auf "Expreview" geistern schon seit einigen Tagen "echt" aussehende Folien zu ATis kommender Low-Cost Karte umher. Dabei wird ohne zu zögern auch der Name "Radeon HD 3300" in den Mund genommen, so dass die Annahme, ATi verkaufe alle seine DirectX 10.1 GPUs unter dem Namen HD 3000, mehr als wahrscheinlich wird. Aus technischer Sicht soll der Chip durch den Einsatz des 55nm Fertigungsverfahrens glänzen. Darüber hinaus sind es die angesprochenen, technischen Raffinessen wie DirectX 10.1 sowie Shader Model 4.1, die den Chip gut unters Volk mischen lassen sollten.

Informationen zur Leistung des Chips sind noch rar. Auf einer Folie werden lediglich die Codenamen der einzelnen RV620 Ableger herunter gerasselt, darunter Arsenal, Discovery, Inter, Manchester, Porto, Real und Red Start - die Anlehnung an erfolgreiche Fußball-Clubs ist nicht von der Hand zu weisen. Die technischen Informationen beschränken sich größtenteils auf die Speichergröße und den Speichertakt, welcher zwischen realen 400- und 800 MHz aber nur grob umrissen wird. Die Speichergröße soll hingegen von 64- über 128- bis hin zu 256 MiB möglich sein - einige Hersteller werden es sich vermutlich auch wieder nicht verkneifen können, 512 MiB-Varianten anzubieten. Als Speichertyp soll wahlweise GDDR2 oder GDDR3 zur Verfügung stehen.

RV620 Produktfamilie

Momentan hat ATi beim Duell Radeon HD 2400 vs. GeForce 8400 aus mehreren Gründen die Nase vorne. Einerseits kann man den Chip dank 65nm Verfahren günstiger produzieren - positiver Nebeneffekt ist dabei natürlich auch ein reduzierter Stromverbrauch - und andererseits besitzt der Chip eine höhere 3D-Performance. Hinzu kommt das nicht unerhebliche Argument des integrierten Video-Decoders. Alles in allem ein Punktsieg für die ATi Radeon.

Blickt man in die Zukunft, sieht man auf nVidias Seiten den G98 sowie auf ATis den besagten RV620. Auch hier scheint ATi abermals in Front zu liegen. Während nämlich der RV620 bereits im 55nm Verfahren gefertigt wird, kommt beim G98 erst das 65nm Verfahren zum Einsatz. Darüber hinaus bleibt der Vorteil des integrierten Video-Decoders; ganz zu schweigen vom DirectX 10.1 Support, welcher mitunter einer der entscheidensten Kaufargumente für den RV620 sein könnte. Zwar muss man kein großer Spezialist sein, um zu wissen, dass einer so schwachbrüstigen Karte der DirectX 10.1 Support reichlich wenig hilft, dennoch zieht das Argument beim Kunden und die Absatzzahlen steigen. Bleibt ATi also im Low-Cost Sektor vor nVidia? Es schaut ganz danach aus.


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