Intel Penryn/Skulltrail: Erste Benchmarks

IntelZum Abschluss des IDF salzte Intel mit ersten Benchmarks der Skulltrail-Plattform noch mal nach. Diese hatten wir bereits vorgestern thematisiert und daraufhin gewiesen, dass überraschenderweise SLI-Support vorhanden ist. Darüber hinaus deckten wir auf, dass mit der Skulltrail-Plattform bis zu vier Grafikkarten sowie zwei Prozessoren parallel rendern können. Ebenso verrieten wir, dass FSB 1600 Support gegeben ist.

Die nun veröffentlichten Benchmarks, die sich auf die CPU-Score des 3DMark06 beziehen, vermitteln einen guten Eindruck des Potentials der Plattform. Darüber hinaus lässt sich hervorragend ablesen, wie viel schneller Penryn als Kentsfield ist, da auch diese beiden Kandidaten dem Test unterzogen worden sind.

Patrick Gelsinger, Senior Vice President bei Intel, demonstriert auf dem IDF Skulltrail

Das aktuelle Intel Topmodell, der QX6850 (3.0 GHz, 2x 4 MiB), erzielte im CPU-Test des 3DMark06 auf Basis einer P35-Platine insgesamt 4320 3DMarks. Der bislang nur auf dem Papier existierende QX9650 (3.0 GHz, 2x 6 MiB) auf Penryn-Basis brachte es auf 4569 Punkte und lag damit rund 5,7 Prozent über dem Wert des QX6850. Damit zeigt sich, dass die Penryn-Prozessoren, denen man im Vorfeld eine rund 5-10 Prozent höhere Pro/MHz-Leistung voraussagte, eher 5- als 10 Prozent schneller sind. In den meisten Applikationen rechnen wir sogar mit einem Vorteil von unter 5 Prozent, da der CPU-Test des 3DMark06 schon sehr feinfühling Differenzen aufzeigt. Lediglich durch die Nutzung von SSE4.1 Befehlen können zweistellige Performancesprünge entstehen.

Vergessen wollen wir an dieser Stelle nicht, dass auch die Skulltrail-Plattform den CPU-Test durchlaufen hat. Insgesamt kamen zwei Penryn Quad-Core Prozessoren zum Einsatz, welche jeweils mit satten 3.4 GHz zur Werke gingen und darüber hinaus über den angesprochenen FSB 1600 verfügten. Die CPU-Score von 6359 Punkten scheint zwar auf den ersten Blick beeindruckend, zeigt aber gleichzeitig auch, dass selbst der CPU-Test der FutureMark Schmiede nicht das Potential der insgesamt acht Kerne verwerten kann. Man liegt lediglich 40 Prozent über den Werten eines QX9650. In der Theorie sind es rund 115 Prozent!

Dass die Skulltrail-Plattform sowieso nur die absoluten Enthusiasten ansprechen würde, war klar. Viele sehen die geplante Plattform als Konter zu AMDs 4x4 Plattform, die allerdings immer noch nicht außerhalb der USA vertrieben wird. Ob die Europäer wenigstens die zweite Generation der AMD 4x4 Plattform mit jeweils zwei Quad-Core Prozessoren zu Gesicht bekommen, ist fraglich, zumal es noch keine Informationen darüber gibt, welche Kontinente Intel mit seiner Skulltrail-Plattform beliefern wird. Fest steht, dass beide Hersteller mit neuen Enthusiasten-Lösungen vorpreschen und sich wohl auch dort einen erbitterten Zweikampf liefern werden. Der Schnellere wird gewinnen.


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