Nachtrag: AMD K10 Opteron

AMDAuch am Tag 1 nach der Vorstellung des AMD K10 gibt es nur ein vorherrschendes Thema: AMD K10 Barcelona. Nachdem wir gestern, passend zum Launch, bereits ausführlich über die neue AMD Generation berichteten und vor wenigen Wochen einen umfangreichen Artikel zur K10 Architektur aufsetzten, wollen wir heute weitere, interessante Infos, die teils erst über den offiziellen Launch heute Nacht in San Francisco publik wurden, in Form dieser News nachreichen.

Zwar versprach AMD im Vorfeld hoch und heilig einen Hard-Launch hinzulegen, doch in den gängigen Online-Shops findet sich noch kein Barcelona Prozessor wieder. Gewiss wird sich dies im Laufe der Woche noch schlagartig ändern, dennoch halten wir es für wichtig, dies anzumerken.
Eine weitere Beobachtung unsererseits ist, dass auf den Verkaufsversionen überraschend das neue B2-Stepping, das Taktraten von mehr als 3.0 GHz erlaubt, zum Einsatz kommt. Vormals ist man davon ausgegangen, dass auf den Barcelona Prozessoren noch das etwas ältere B1-Stepping eingesetzt würde. In Anbetracht der Tatsache, dass die Taktraten sowieso nicht über 2.0 GHz hinausgehen, wäre dies auch kein Beinbruch gewesen.

Nachdem erste Unternehmen bereits einen AMD Barcelona Prozessor antesten konnten, zeigte man sich insbesondere über die verbesserte Virtualisierungstechnologie, die selbt der der Intel Prozessoren um Längen überlegen scheint, erfreut. Laut Leistungstests des Virtualisierungsbenchmarks Vmmark ist der Barcelona 124 Prozent schneller als seine zweikernigen Vorgänger. Besonders begeistert von der aufpolierten Virtualisierungstechnologie zeigte sich Josef Reger, seines Zeichens Verantwortlicher von Fujitsu-Siemens:

"Die Leistungsfähigkeit und die Energiebilanz der Barcelona-Prozessoren ist zwar gut, für uns zählt aber in erster Linie die bessere Virtualisierung. Die meiste Energie sparen Sie, wenn Sie einen Rechner erst gar nicht in Betrieb nehmen - sondern diesen virtualisieren."

Ergänzen lässt sich zu den ersten Benchmarks, dass der Gleichstand/Vorteil des Dual Opteron 2350 (2.00 GHz) gegenüber dem Intel Xeon E5345 (2.33 GHz) zu einem guten Maß auch auf die nochmals verbesserte Geschwindigkeit zwischen CPU und Speicher (HyperTransport) unter Multi-Sockel Systemen zurückzuführen ist. Dort nämlich limitiert der FSB gewaltig, wohingegen der FSB im Desktop-Sektor, wo es ausschließlich Ein-Sockelsysteme gibt, keine allzu große Rolle mehr einnimmt. Konkret bedeutet dies, dass anhand der Server-Benchmarks noch längst nicht gesagt werden kann, dass ein 2.0 GHz taktender Phenom X4 einem Intel Core 2 Quad mit 2.33 GHz das Wasser reichen kann. Über kurz oder lang geht es im Desktop-Sektor nur über die Taktrate. Doch selbst bei einer konservativen Strategie AMDs sollten in Kürze Taktraten von 2.6 GHz und mehr möglich sein.


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2 Kommentare

2.) KonKorT 11.09.2007 - 18:04 Uhr
Lass uns festhalten, dass Barcelona nicht enttäuscht hat. Begeistert wie seinerzeit Conroe hat er aber auch nicht. Die 20 Prozent dürften eher eine günstige Situation darstellen, es sollten im Schnitt eher 10 Prozent sein, die sich bei Mehrsockel-Systemen aber eben auch schnell auf 20 Prozent und mehr erhöhen können. ;)
1.) KodeX 11.09.2007 - 16:34 Uhr
Hier ist bereits ein wunderschönes Review eines Opterons (1,9 GHz). Es zeigt sich, wie auch im Fazit erwähnt, dass der Opteron eine 20 Prozent höhere Pro/Takt-Leistung als ein Intel Xeon hat...

...in meinen Augen ist das ein voller Erfolg...

http://www.techwarelabs.com/reviews/pro ... barcelona/