AMD vs. Intel: sagenhafter Zweikampf

AMDDas letzte Jahr, mit Einführung der Intel Core 2 Prozessoren im Juli 2006, war für AMD kein Leichtes. Die seit der Einführung des Athlon 64 gehaltene Performancekrone wurde ihnen eiskalt aus der Hand gerissen und seither versucht man mit aggressiven Preissenkungen, das Schlimmste abzuwenden, nämlich den Verlust von Marktanteilen. Heilsbringer in der Not, und gleichzeitig Löser von finanziellen Schwierigkeiten, soll der AMD K10 werden, der am 10. September im Server-Sektor als Barcelona debütieren wird. Taktraten von lediglich 2.0 GHz warfen die Frage auf, ob die neue Architektur möglicherweise unter dem Problem der schlechten Taktausbeute leide.

Auf der Games Convention in Leipzig demonstrierte AMD erneut ein AMD Phenom System mit satten 3.0 GHz. Zuvor stellte man ein gleiches System auf dem hauseigenen Analyst Day im Juli aus. Gegenüber verschiedenen Hardware-Seiten berichtete AMD auf der Games Convention, dass das Gerücht, die neue Architektur hätte ein Taktproblem, ein "dummes Gerücht" sei. Die anfänglich geringen Taktraten von "nur" 2.0 GHz im Server-Sektor begründet AMD damit, dass man vorerst den Löwenanteil im Server-Sektor abdecken wolle. Insgesamt 90 Prozent der Server-Prozessoren seien "energieeffizient". Die restlichen 10 Prozent stellen ultimativ schnelle Lösungen dar, die man aber sicherlich auch im Laufe der Zeit mit höher getakteten Barcelona Modellen bedienen werde.

Manche munkeln, AMD präsentiere keine Benchmarks mehr, weil man genau wüsste, dass man dort als klarer Verlierer hervorginge. Man erinnere sich noch an den Core 2, der sich in Form des Conroes vorab durch beeindruckte Benchmarkwerte große Aufmerksamkeit einheimste. AMD zieht es aus mehreren Gründen vor, erst einmal keine Benchmarks zu liefern. Einerseits will AMD das Testen der Presse überlassen, da hauseigene Benchmarks immer schnell als "gefaked" dargestellt werden, sowie andererseits will man Intel womöglich nicht noch eine Steilvorlage liefern. Je eher Intel die Leistung des K10 einschätzen kann, desto früher könne man reagieren. Anhand der GeForce 8800 Ultra, welche laut AMD nur aus der Angst nVidias entstanden sei, die HD 2900 XT könne die 8800 GTX übertrumpfen, erklärt AMD dieses Prinzip.

AMD betonte also auf der Games Convention zusammengefasst noch einmal deutlich, dass bei 3.0 GHz noch längst nicht die Fahnensteige erreicht sein müsse - übrigens beteuerte man, dass man zig Phenom Systeme mit 3.0 GHz habe und allesamt ohne Spannungserhöhung liefen -, wie bereits auch die Kollegen von Fudzilla bestätigten. Im Gegenzug steht aber auch Intel "sehr gut" im Geschäft. Mit Penryn baut man die aktuelle Architektur konsequent aus, erhöht den Cache, fügt wichtige Multimediabefehle (SSE4) hinzu und ändert den Fertigungsprozess, der zu insgesamt höheren Taktraten führen sollte. Nachdem lange Zeit gedacht wurde, es ginge einseitig weiter und Intel übernehme mit Penryn erneut das Feld, schaut es jetzt anders aus. Es bahnt sich ein Zweikampf zwischen beiden Rivalen wie zu alten Zeiten an.


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2 Kommentare

2.) KonKorT 25.08.2007 - 14:39 Uhr
Vielen Dank Stangmar, aber ich war mir noch bewusst, dass in der News womöglich kleine Tippfehler schlummern, wollte aber noch erst mein fertiges Essen zu mir nehmen und Euch davor schon mal mit einer weiteren Neuigkeit beglücken. ;)

Tippfehler sollten ausgebügelt sein sowie darüber hinaus habe ich noch einige interessante Links zu älteren News ergänzt.
1.) Stangmar 25.08.2007 - 14:08 Uhr
Super Bericht wahrscheinlich aber nur weil ich pro AMD bin
aber wieder mal eine kleine Anmerkung: 2. Absatz 5. Zeile ein I am ende von ein