Intel Nehalem (Desktop) doch mit FSB?

IntelWenngleich sich die meisten momentan auf das Duell Intel Core 2 Quad (Penryn) vs. AMD Phenom X4 freuen, schickt sich Intel bekanntermaßen Ende 2008 bereits mit einer völlig neuen Architektur an. Der zur Jahreswende erwartete Penryn ist hingegen nur ein Refresh des Conroe/Kentsfield, der einige Optimierungen über sich ergehen lassen hat, mit einem größeren Cache ausgestattet wurde und schlussendlich noch in kleineren Strukturen gefertigt wird, was einerseits den Strombedarf senken sollte und gleichzeitig die Leistung - durch Anhebung der Taktfrequenz - steigern sollte. An der Architektur selbst hat sich aber so gut wie nichts verändert.

Anders sieht es beim Intel Nehalem aus, der eine neu entwickelte Architektur darstellt, die erstmals den lang mit geschleppten Klotz, den FSB, abwerfen wird und darüber hinaus noch mit etlichen weiteren Verbesserungen, über die bisweilen aber noch nicht allzu viel bekannt ist, aufwarten kann.

Doch die schon fast als Tatsache verschriene Nachricht, dass der Nehalem über ein integriertes Speicherinterface an den Speicher angebunden ist und sich vom FSB trennt, steht nun zumindest teilweise auf wackeligen Füßen. So wird berichtet, dass die Desktop-Version des Nehalems anfangs noch das klassische Prinzip (FSB) verfolgen wird. Server-Prozessoren sollen hingegen über den bereits im Vorfeld spekulierten Dreikanal-Speichercontroller verfügen. Auch Extreme Editions könnten das integrierte Speicherinterface bereits an Bord haben.

Den kleinen aber feinen Unterschied soll der Sockel machen. Während Sockel B (LGA 1336) Prozessoren weiterhin auf den FSB als Verbindungsstück zwischen CPU und Speicher setzen, können Prozessoren basierend auf dem Sockel H (LGA 715) direkt mit dem Speicher Daten austauschen. Was Intel mit dieser Zweiklassen-Trennung bezweckt, ist noch ungewiss. Die Gerüchte gehen soweit, dass Intel für den Desktop-Sektor aufgrund des starken AMD K10 schneller als gedacht auf die neue Architektur umpflanzen muss und in diesem Fall eine Anwendung des klassischen Prinzips (FSB) weniger Zeit kostet.


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1 Kommentar

1.) touly 18.08.2007 - 11:36 Uhr
das wird letztendlich den kunden nur noch mehr verwirren