"Ionenwinde" sollen künftig Prozessoren kühlen

IntelSeit Jahren steigt die Performance von modernen Prozessoren an. Eine dadurch einhergehende, höhere Verlustleistung lässt sich oft nicht vermeiden, wenngleich es die Hersteller aufgrund von Fertigungswechseln in letzter Zeit schafften, die Verlustleistung auf "hohem Niveau" beizubehalten, ohne sie alarmierend anzuheben. Dennoch ist nicht abzustreiten, dass mit steigender Anzahl an Kernen auch die Verlustleistung in Zukunft absolut gesehen steigen wird. Die Hersteller von Netzteilen haben sich mit über 1000 Watt Nennleistung gegen die bevorstehende Zukunft schon gut gerüstet, doch welche Maßnahmen wird man im Bereich "Kühlung" ergreifen?

Seit Jahren suchen Forscher aus aller Herren Ländern nach Lösungen, um entstehende Wärme wirksamer abzuführen. US-Forscher ist mit den "Ionenwinden" nun vielleicht ein großer Coup gelungen. Wie BBC berichtet, haben die Wissenschaftler einen Prototyp entwickelt, der eine Brise aus geladenen Partikeln generiert und so einen anhaltenden Luftzug ermöglicht. Mit einem eigens entwickelten Gerät lassen die Forscher der Purdue Universität im US-Bundesstaat Indiana die Ionen über die Chipfläche einer CPU hin und her sausen, so dass ständig Luft transportiert wird. Mittels eines herkömmlichen Kühlers ist so ein dauerhafter Luftstrom garantiert.

Durch die "Ionenwinde" soll die Kühlleistung mehr als verdoppelt werden können (+250 %). Als nächstes steht nur noch die Miniaturisierung des Prototyps an, dann, so die Wissenschaftler, könnte schon in drei Jahren ein serienfertiges Produkt im Handel stehen. Mit Intel hat man den größten Prozessorhersteller überhaupt im Rücken. Bleibt schlussendlich nur zu hoffen, dass die im ersten Augenblick erscheinende Innovation nicht wieder so schnell weg fliegt, wie sie herein geschneit ist und der Energiesektor endlich seine lang gesuchte Innovation erhält.


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3 Kommentare

3.) Streamline 21.08.2007 - 20:51 Uhr
Serienreif heißt ja nicht großflächig einsetzbar, die Kosten dürften dann noch zu hoch sein.
2.) KonKorT 21.08.2007 - 18:00 Uhr
Ja, so ähnlich.

Mich wundert auch, dass die neue Lösung angeblich schon in drei Jahren serienreif sein soll.
1.) Luk Luk 16.08.2007 - 15:42 Uhr
omg auch ne idee, hört sich an wie science-fiction :D