ATi: HD 2900 Pro und RV670 Dual High-End Karte

AMDIm Internet kursieren neue Gerüchte, die besagen, dass die geplante HD 2900 Pro noch dieses Jahr rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft veröffentlicht wird. Sicher ist man sich auch, dass die Grafikkarte entgegen ursprünglichen Gerüchten nicht auf dem RV670 - einem abgespeckten R600-Chip - basieren wird, sondern auf dem R600 selbst. Naheliegend ist dabei aber, dass Teile der Shadereinheiten deaktiviert sind. Letztendlich also defekte R600 Grafikchips in der HD 2900 Pro werkeln.

Preislich soll die abgespeckte HD 2900 Pro, der beispielsweise 240- statt 320 Streamprozessoren zur Verfügung stehen könnten, für rund 200 US-Dollar verkauft werden. Damit stände sie in direkter Konkurrenz zur GeForce 8800 GTS 320, die derzeit im 250-Euro-Sektor äußerst erfolgreich ihre Runden dreht.
Angesichts des wahrscheinlich nicht kastrierten 512-Bit Speicherinterfaces wird vermutlich günstiger GDDR3 Speicher verbaut, um die Kosten des 700 Millionen transistorschweren Chips einigermaßen abzufangen.

Für das erste Quartal des kommenden Jahres soll dann der im Vorfeld viel zitierte RV670 Beifuss stehen. Der Chip soll bereits im 55nm Verfahren gefertigt werden und ein gesünderes Verhältnis von Textur- und Shaderleistung an den Tag legen. Denn oft verliert die HD 2900 XT die Duelle gegen die GeForce 8800 Pendants aufgrund ihrer deutlich zu geringeren Füllrate, die ein Drittel so groß ist wie die des G80. Dadurch dass der RV670 bereits im 55nm Verfahren gefertigt wird und wahrscheinlich in der Anzahl der Streamprozessoren, die maßgeblich den Transistorcount beeinflussen, beschnitten ist, ist eine noch im Stromverbrauch zumutbare Dual-Lösung möglich.

Schon länger deutete sich an, dass ATi mit zwei "kleineren" Chips versuchen würde, gegen nVidia zu bestehen. Zwar veröffentlichte der kanadische Hersteller selbst bislang noch keine Dual-GPU-Lösung, doch manche Partner nahmen sich bereits die Freiheit, vorab Dual-GPUs in Eigenregie vorzustellen. Jüngstes Beispiel ist die Dual HD 2600 XT von MSI. Wir sind gespannt, ob ATi aus seinen Fehlern gelernt hat und ein sparsames Modell mit genügend Texel-Leistung vorstellen kann. Die nächsten Monate werden es zeigen.


Kommentar schreiben

  • Loggen Sie sich oben mit ihren Benutzerdaten ein, um Kommentare zu verfassen.
  • Falls Sie noch kein Mitglied sind, können Sie sich in unserem Forum registrieren.

0 Kommentare